DIE HONIGBIENE

DAS KAMEL

DIE HONIGBIENE


Fast jedem ist heutzutage bekannt, wie wichtig die von den Bienen produzierte Flüssigkeit, die wir Honig nennen, als Nahrungsmittel für den Körper des Menschen ist. Aber sehr wenige Menschen wissen über die erstaunlichen Eigenschaften der Biene, die diesen wertvollen Honig produziert, Bescheid.



...“Baue dir Wohnungen in den Bergen, in den Bäumen und in dem, was sie (dafür) erbauen. Dann iss von allen Früchten und ziehe leichthin auf den Wegen deines Herren.” Aus ihren Leibern kommt ein Trank von unterschiedlicher Farbe, der eine Arznei für die Menschen ist. Darin ist wahrlich ein Zeichen für Menschen, die nachdenken. (Sure an-Nahl: 68-69)

Bekanntermaßen besteht die Nahrungsquelle der Honigbienen aus Blütennektar. Im Winter ist es aber unmöglich für sie, Blütennektar zu finden. Aus diesem Grund vermischen sie den gesammelten Blütennektar mit speziellen Absonderungen aus ihrem Körper und erzeugen damit ein neues Nahrungsmittel, den Honig und lagern ihn für den Winter.


Und Wir machten es ihnen gefügig. Auf einigen reiten sie, von den anderen ernähren sie sich. Und sie haben von ihren Nutzen und Trank. Wollen sie denn nicht dankbar sein?
(Sure Ya Sin: 72 - 73)

Auffällig ist, dass sie vielmehr Honig lagern, als sie selbst benötigen. Natürlich kommt hier die erste Frage auf: Warum verzichtet die Honigbiene nicht auf diese "Überproduktion", die wie unnötige Zeit- und Energiever-schwendung erscheint? Die Antwort auf diese Frage steckt im erwähnten Vers der "Inspiration" der Biene.

Die Bienen produzieren Honig wegen ihres Schöpfungsziels, nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Menschen. Das heißt, dass auch die Bienen wie viele andere Lebewesen dem Nutzen des Menschen dienen. Genauso wie das Huhn, das jeden Tag mindestens ein Ei legt; obwohl es für den eigenen Nachwuchs nicht nötig ist, oder wie die Kuh, die viel mehr Milch produziert, als ihr Nachwuchs braucht...


AUSGEZEICHNETE ORGANISATION IM BIENENSTOCK


Im Leben der Bienen im Stock und ihrer Honigproduktion finden wir sehr interessante Informationen. Bevor wir in Details gehen, sollten wir die grundlegenden Besonderheiten des Soziallebens der Honigbienen kennen lernen. Es existieren viele Aufgaben, die die Bienen erfüllen müssen und sie schaffen all diese Arbeiten Mittels einer perfekten Organisation:

Regelung der Feuchtigkeit und Belüftung: Zum Schutz des Honigs muss sich der Luftfeuchtigkeitsgehalt des Bienenstocks immer innerhalb bestimmter Grenzwerte befinden. Wenn die Feuchtigkeit im Stock unter oder über den Normalstand rutscht, verdirbt der Honig. Auch die Temperatur des Bienen-stocks muss über zehn Monate lang genau 32°C betragen. Damit Temperatur und Feuchtigkeit immer in diesen bestimmten Grenzen gehalten werden können, ist eine spezielle "Belüftungstruppe" beauftragt.

An einem heißen Tag kann man Bienen beobachten, die ihren Bienenstock belüften. Am Eingang des Bienenstocks tummeln sich dann die Bienen. Sie klemmen sich am Holzgrund fest und belüften den Stock mit ihren Flügeln. Bei einem Standardbienenstock wird die Luft gezwungen an der einen Seite ein- und von einer anderen Seite hinauszuströmen. Die sich im Inneren des Stocks befindlichen zusätzlichen Belüfterbienen sorgen dafür, dass die Luft alle Ecken erreicht.

Ein anderer Zweck dieses Belüftungssystems ist auch, dass es den Bienenstock vor Rauch und Luftverschmutzung schützt.

Hygienesystem: Die Bemühungen der Bienen um die Besonderheiten des Honigs beschränken sich nicht nur auf die Regelung der Feuchtigkeit und Temperatur. Um jegliche Einflüsse, die Grund für das Entstehen von Bakterien sein könnten, zu kontrollieren, wird im Bienenstock ein vollkommenes Hygienesystem praktiziert. Dieses System beseitigt zunächst alle Substanzen, die möglicherweise Bakterienbefall verursachen könnten. Das Grundprinzip ist, den Eintritt fremder Substanzen in den Bienenstock zu verhindern. Aus diesem Grund befinden sich vor dem Eingang des Bienenstockes immer zwei Wächter. Wenn dennoch ein fremdes Insekt oder ein Fremdkörper in den Bienenstock gelangen sollte, dann mobilisieren sich die Bienen sofort, und sie entfernen diesen in kürzester Zeit aus dem Stock.

Für größere Fremdkörper, die nicht aus dem Bienenstock herausgeworfen werden können, wird ein anderes Schutzsystem benutzt: Die Bienen mumifizieren diesen Fremdkörper, in dem sie ihn einbalsamieren. Für diesen Zweck produzieren sie eine als Propolis (Bienenharz)
bezeichnete Substanz, mit der sie diesen Einbalsamierungsprozess durchführen. Die Bienen vermischen bestimmte Sekrete mit den Harzen verschiedener Bäume wie Kiefern, Pappeln und Akazien, und verwenden dieses Bienenharz auch für die Versiegelung der Risse und Spalten im Bienenstock. Die von den Bienen auf die Risse des Stockes aufgeschmierte Propolis trocknet, nachdem sie mit Luft in Berührung kommt und bildet eine harte Schicht, wodurch jede Art von äußerlichen Einflüssen am Eindringen gehindert wird. Sie benutzen diese Substanz zu vielen Zwecken.

Hier nun tauchen viele Fragen auf. Die Propolis hat die Besonderheit, dass in ihr keine Bakterien überleben können. Dies macht die Propolis zu einem idealen Material für das Mumifizieren. Woher wissen die Bienen, dass diese Substanz ideal für das Einbalsamieren ist? Wie können die Bienen eine Substanz herstellen, die nur mit chemischer Fachkenntnis im Labor und mit Hilfe von Technologie produziert werden kann?

Woher wissen sie, dass ein totes Insekt Bakterien verursacht und das Einbalsamieren dieses verhindert?

Es ist offensichtlich, dass die Biene für diese Problematik weder das Wissen, noch ein Labor in ihrem Körper besitzt. Die Biene ist nur ein 1 - 2 cm großes Insekt und tut nur das, was ihr Herr sie gelehrt hat.


MAXIMALE LAGERUNG MIT MINIMALEM MATERIAL


Durch das Formen kleiner Bienenwachsteile, bauen Honigbienen einen Bienenstock, in dem 30.000 Bienen leben können.

Der Stock besteht aus Bienenwachswaben, wobei sich auf jeder Seite Hunderte von Zellen befinden. Alle Wabenzellen haben exakt die gleiche Größe. Dieses Architekturwunder wird durch die Zusammenarbeit Tausender Bienen erzielt. Sie benutzen diese Waben für die Lagerung ihrer Nahrungsmittel und die Aufzucht junger Bienen.

Die Honigbienen bauen ihre Waben seit Millionen von Jahren in einer sechseckigen Form (Es existiert ein 100 Millionen altes Fossil einer Biene). Es ist erstaunlich, warum sie eine sechseckige Form einer achteckigen oder fünfeckigen geometrischen Form vorgezogen haben. Die Antwort liefert uns die Mathematik: Die für die Ausnutzung von Einheitsflächen optimale geometrische Form, ist das Sechseck. Wenn die Waben anstatt sechseckig, in einer anderen Form gestaltet wären, dann würden unbenutzbare Flächen entstehen, es würde weniger Honig gelagert werden können und weniger Bienen könnten im Stock leben.

Solange die Tiefe der einzelnen Wabenzellen gleich ist, könnte auch in drei- oder viereckigen Zellen genauso viel Honig wie in sechseckigen gelagert werden. Unter all diesen geometrischen Formen hat jedoch die sechseckige Form den kleinsten Umfang. Während sie den gleichen Rauminhalt besitzt, wird sie jedoch mit einer geringeren Menge von Wachs erzeugt, als drei- oder viereckige Formen.

So kommen wir zu diesem Ergebnis: Die sechseckige Zelle ist die ideale Form, die eine maximale Menge Honig aufnimmt, während sie mit minimalen Wachsmengen erbaut wird. Dieses, nach vielen komplizierten geometrischen Berechnungen erzielte Resultat, wurde natürlich nicht von den Bienen errechnet. Diese kleinen Tiere benutzen die sechseckige Form aus Gründen ihrer Schöpfung, weil es sie gelehrt wurde, anders ausgedrückt: weil es ihnen eingegeben wurde.

Die sechseckigen Zellen der Bienen haben in jeder Hinsicht ein sehr praktisches Design. Die Zellen passen sich einander genau an und die Zellwände werden gemeinsam genutzt. Das wiederum ermöglicht eine maximale Lagerung unter Einsatz einer minimalen Menge von Honigwachs. Obwohl die Zellwände ziemlich dünn sind, sind sie stark genug um ein Gewicht zu tragen, dass um einige Male schwerer ist, als ihr Eigengewicht.
Genau wie die Zellwände bauen die Bienen auch die Böden unter Beibehaltung des Prinzips der maximalen Ausnutzung.

Die Waben werden in Form einer zweireihigen Platte mit aneinanderklebenden Zellen aufgebaut.

Dabei tritt das Problem der Verbindung von zwei Zellen auf. Dieses Problem wird dadurch gelöst, indem der Boden der Zelle in der Form von drei miteinander verbundenen Rauten aufgebaut wird. Das bedeutet, dass wenn auf einer Seite der Wabe drei Zellen aufgebaut sind, auf der anderen Seite der Boden einer anderen Zelle automatisch fertig ist.
Weil die Bodenfläche aus rautenförmigen Wachsplatten entsteht, kann man an der Unterseite der Zelle abwärts eine Vertiefung beobachten. Das bedeutet eine Zunahme des Volumens der Zelle und so auch eine größere Möglichkeit der Lagerung von Honig.


WEITERE BESONDERHEITEN DER WABENZELLEN


In der Erschaffung
von euch und in den Tieren, die Er verbreitet hat, finden sich Beweise für Leute, die ihres Glaubens gewiss sind.
(Sure al-Dschathiya: 4)

Eine weitere Besonderheit, die von den Bienen beim Bau der Zellen beachtet wird, ist die Neigung der Zellen. Die obere Öffnung der Zellen wird um 13° erhöht. Damit wird verhindert, dass die Zelle parallel zum Erdboden steht. So läuft der Honig nicht aus der Öffnung hinaus.
Die Arbeiterbienen sammeln sich für die Arbeit in Halbkreisen in Form einer Traube. Das machen sie, um die für die Wachsproduktion notwendige Temperatur zur Verfügung zu stellen. Drüsen, die sich in ihrem Hinterleib befinden, sondern eine transparente Flüssigkeit aus. Diese Flüssigkeit läuft heraus und härtet zu einer dünnen Wachsschicht aus. Die Bienen sammeln diese Wachsschichten mit den kleinen Haken, die sich an ihren Beinen befinden, auf. Sie zerkauen das harte Wachs mit ihren Kiefern, bis es weich wird und formen daraus die Wabenzellen. Viele Bienen arbeiten zusammen, um dafür zu sorgen, dass das Wachs weich und formbar bleibt, indem sie die Temperatur am Arbeitsplatz genau auf dem erforderlichen Niveau halten.

Ein weiterer sehr interessanter Punkt beim Aufbau der Waben ist: Der Bau der Waben fängt beim oberen Teil des Bienenstocks an und es werden von zwei - drei verschiedenen Punkten Zellenreihen nach unten gestaltet. Während die Waben in beide Richtungen erweitert werden, verbinden sich zunächst die Unterseiten der Zellen. Dieser Prozess wird in einer erstaunlichen Harmonie und Ordnung verwirklicht. Dies erfolgt mit einer derartigen Genauigkeit, dass es später nicht möglich ist, zu bemerken, dass die Bienenwaben aus zwei oder drei zusammengefügten Teilen bestehen. Die Bienenwaben, deren Bau gleichzeitig von verschiedenen Punkten gestartet wurde, sind perfekt. Obwohl sie Hunderte von Winkeln enthalten, sehen sie wie ein homogenes Stück aus.

Für solch einen Bau müssen die Bienen die Abstände zwischen den Startpunkten und den Anschlusspunkten im Voraus berechnen und die Größe der Zellen dementsprechend entwerfen. Dass Tausende von Bienen diese empfindlichen Berechnungen erfolgreich durchführen, hat Wissenschaftler sehr überrascht.

Es ist offensichtlich widersinnig anzunehmen, dass Bienen diese Aufgaben gelöst hätten, die sogar Menschen kaum handhaben können. Es existiert solch eine empfindliche und detaillierte Organisation, die die Bienen ganz allein niemals erfolgreich aufrecht erhalten könnten.
Wie schaffen dann die Bienen das alles? Das, was die Verfechter der Evolutionstheorie zu diesem Thema beitragen können, basiert lediglich auf dem Instinkt.

Aber was ist dieser "Instinkt", der gleichzeitig Tausende von Bienen erreicht und sie veranlasst, zusammen ihre Aufgaben zu erfüllen? Es ist nämlich nicht ausreichend, dass jede Biene ihrem eigenen Instinkt folgt, denn die Arbeit die sie durchführen, muss insgesamt in Harmonie ausgeführt werden. Deshalb müssen sie mit einem Instinkt geführt werden, der von der gleichen Instanz herrührt. Es gibt keinen Zweifel, dass die Bienen, die von verschiedenen Punkten aus mit dem Bau der Wabenzellen anfangen und am Ende alle Wabenzellen gleichmäßig, komplett und ohne eine einzige Lücke aufbauen, von der gleichen Instanz "instinkthafte" Informationen erhalten müssen!...

Das Wort Instinkt, das wir bei diesen Beschreibungen verwendet haben, ist nur "ein bloßer Name", wie es im 40. Vers der Sure Yusuf beschrieben ist. Es ist nicht nützlich, auf diesem bloßen Namen zu beharren, um solche offenbaren Tatsachen zu vertuschen. Die Bienen werden von einer einzigartigen Quelle geführt und folglich führen sie alle Arbeiten erfolgreich durch, die sie normalerweise nie tun könnten.

Es ist nicht der Instinkt, sondern die göttliche Eingebung, die den Bienen diese Fähigkeiten verschafft, genau wie es in der Sure an-Nahl des Qurans erwähnt wird. Diese kleinen Tiere tun nichts anderes als die Durchführung des "Programms", welches ihnen von Allah, der sie für eine bestimmte Aufgabe erschaffen hat, eingegeben worden ist.


WIE ORIENTIEREN SICH BIENEN?


Um Nahrung finden zu können, müssen Bienen meistens eine weiträumige Umgebung durchsuchen. Sie sammeln Blütenstaub und Nektar aus Feldblumen innerhalb eines Bereiches mit einem Radius von 800 Metern vom Bienenstock. Die Biene, welche Blumen findet, fliegt zu ihrem Bienenstock zurück, um anderen Bienen den Ort dieser Blumen mitzuteilen. Aber wie wird sie den Ort der Blumen den anderen Bienen im Stock erklären können?

Durch Tanzen!... Die Biene, die zum Bienenstock zurückkehrt, fängt an zu tanzen. Dieser Tanz ist ein Ausdrucksmittel, um anderen Bienen den Ort der Blumen zu erklären. Der Tanz, den die Biene vielmals wiederholt, umfasst alle Informationen über die Richtung, die Neigung, den Abstand und andere Details der Nahrungsmittelquelle, die es den anderen Bienen ermöglichen, sie zu finden.

Der andauernde Tanz hat die Form der Zahl "8" (siehe oben). Den mittleren Teil dieser Acht stellt die Biene dar, indem sie ihr Hinterteil vibrieren lässt. Der Winkel zwischen dieser Linie und der Linie zwischen der Sonne und dem Bienenstock, gibt die genaue Richtung der Nahrungsquelle an (siehe unten).


Es reicht aber nicht aus, nur die Richtung der Nahrungsquelle zu wissen. Die Arbeiterbienen sollen auch wissen, wie weit sie fliegen müssen, um den Nektar sammeln zu können. Die Biene, die zum Bienenstock zurückfliegt, "erklärt" den anderen Bienen auch durch bestimmte Körperbewegungen die Entfernung der Nahrung. Sie tut dies, indem sie ihren Hinterleib schüttelt und damit kräftige Luftströme bildet. Die anderen Bienen stellen die Entfernung der Nahrungsquelle dann fest, indem sie mit ihren Fühlern diese Ströme wahrnehmen. Zum Beispiel schwingt die Biene um eine Entfernung von 250 Metern zu "beschreiben", ihren Hinterleib 5 mal in einer Zeitspanne von einer halben Minute. Auf diese Weise wird die genaue Lage der Nahrungsquelle mit Hilfe des ausdrücklich beschriebenen Winkels und Abstandes definitiv bestimmt.

Bei Flügen, bei denen der Hin- und Rückflug zur Nahrungsquelle extrem lange dauert, stellt sich für die Biene ein neues Problem dar: Die Biene kann die Nahrungsquelle nur gemäß der Sonne beschreiben. Bis aber die Biene die Quelle erreicht hat, hat sich die Sonne alle 4 Minuten um ein Grad weiter bewegt. Nach der Zeit, die die Biene beim Flug verbringt, würde sich die beschriebene Richtung bereits verändert haben, was somit eine fehlerhafte Beschreibung zur Folge haben würde.

Doch hat die Biene auch für dieses Problem eine Lösung. Denn ihr Auge besteht aus hunderten, einzelnen, kleinen, sechseckigen Linsen. Jede Linse sieht nur einen sehr schmalen Bereich wie bei einem Teleskop. Eine Biene, die zu einer bestimmten Tageszeit in Richtung Sonne schaut, kann während des Fluges ihre Position immer genau feststellen. Es wird vermutet, dass die Biene dies errechnet, indem sie abhängig von der Zeit die Änderung der Helligkeit der Sonne ausnutzt. Infolgedessen stellt die Biene die Richtung der Nahrungsquelle fehlerlos fest, während die Sonne sich weiter bewegt, indem sie Korrekturen in den Informationen macht, die sie im Bienenstock weitergibt.


DIE KENNZEICHNUNGSMETHODE DER BLUMEN

Setzt sich die Honigbiene auf eine Blume, erkennt sie sofort, ob der Nektar dieser Blume früher schon von anderen Bienen vollständig gesammelt wurde. In diesem Fall verlässt sie die Blume sofort. Auf diese Weise spart sie an Zeit und Energie. Wie aber versteht die Biene, dass der Nektar schon früher verbraucht wurde, ohne die Blume zu überprüfen?

Andere Bienen, die zuvor die Blume nutzten und ihren Nektar sammelten, kennzeichnen diese Blume, indem sie einen Tropfen eines speziellen Dufts auf der Blume hinterlassen. Eine Biene, die danach kommt, riecht diesen Duft, sowie sie sich auf die Blume setzt. Sie versteht sofort, dass diese Blume unbrauchbar ist und fliegt zu einer anderen. So wird verhindert, dass viele Bienen ihre Zeit umsonst verschwenden.


DAS WUNDER DES HONIGS

Weiß man, was für eine wichtige Nahrungsquelle der Honig ist, den Allah mittels eines kleinen Insekts den Menschen dargeboten hat?

Honig besteht aus Zuckerarten wie Glukose und Fruktose und aus Mineralien wie Magnesium, Kalium, Kalzium, Natriumchlorid, Schwefel, Eisen und Phosphat. Er enthält die Vitamine B1, B2, C, B6, B5, und B3, deren Anteile sich entsprechend den Qualitäten des Nektars und des Blütenstaubs ändern. Außerdem sind im Honig Kupfer, Jod, Eisen und Zink vorhanden. Der Honig enthält auch einige Hormone.


 
... Aus ihren Leibern kommt ein Trank von unterschiedlicher Farbe, der eine Arznei für die Menschen ist ...
(Sure an-Nahl: 69)

Wie es im Quran von Allah mitgeteilt wird, ist der Honig ein "Heilmittel für die Menschen". Die Erklärungen von Wissenschaftlern über den Honig auf dem Weltkongress über Bienenzucht in China vom 20. bis 26. September 1995 bestätigen auch diese wissenschaftliche Tatsache: Das Thema Therapiemög-lichkeiten mit Bienenprodukten hat auf dem Kongress an Wichtigkeit gewonnen. Insbesondere Wissenschaftler aus den U.S.A. sagten, dass der Honig, das Bienengelee, der Blütenstaub (Pollen) und das Bienenharz (Propolis) viele Krankheiten kuriere. Ein rumänischer Arzt gab an, dass er Honig an Kataraktpatienten angewandt habe und 2002 von seinen 2094 Patienten (=95%) mit Hilfe des Honigs vollständig gesundeten. Polnische Ärzte informierten darüber, dass das Bienenharz helfe, viele Krankheiten wie Hämorrhoiden, Dermatosen (Hautkrankheiten) und gynäkologische Krankheiten zu heilen.

Heutzutage bilden in wissenschaftlich entwickelten Ländern Bienenpro-dukte und die Bienenzucht einen selbständigen Forschungszweig. Andere nützliche Eigenschaften des Honigs können wir wie folgt beschreiben:

Leichte Verdaulichkeit: Da die Zuckermoleküle im Honig sich in eine andere Art von Zucker (von Fruktose zu Glukose) umwandeln können, wird der Honig trotz seines hohen Säuregehalts sogar von empfindlichsten Mägen leicht verdaut. Dies hilft gleichzeitig, dass Nieren und Gedärme besser funktionieren.

Kalorienarm: Eine andere Eigenschaft des Honigs ist, dass er, verglichen mit der gleichen Menge von Zucker, dem Körper 40 % weniger Kalorien zuführt, obwohl er dabei einen sehr süßen Geschmack hat. Er verschafft dem Körper viel Energie und verursacht dabei keine überflüssigen Fettablagerun-gen. Diese Besonderheit allein reicht aus, den Honig als ein überragendes Nahrungsmittel einzustufen.

Schnelle Diffusion: Wenn Honig mit lauwarmem Wasser vermischt wird, diffundiert er in 7 Minuten ins Blut. Dort erleichtert er mit seinen freien Zucker-molekülen die Funktion des Gehirns...

Unterstützende Wirkung für die Blutbildung: Der Honig deckt einen wichtigen Teil des Energiebedarfs, den der Körper für die Blutbildung benötigt. Außerdem hilft er bei der Reinigung des Blutes. Er hat auch eine erleichternde und regulierende Wirkung auf den Blutkreislauf. Honig ist ebenfalls ein wichtiger Schutz gegen Arteriosklerose.

Antibakterielle Eigenschaften: Die antibakterielle Eigenschaft des Honigs wird als "inhibitorischer Effekt" bezeichnet. Experimente haben gezeigt, dass die antibakterielle Eigenschaft des verdünnten Honigs sich relativ zum reinen Honig auf das Doppelte erhöht. Es ist interessant, dass die neugeborenen Bienenlarven von den mit der Brutpflege beauftragten Bienen mit verdünntem Honig ernährt werden - als ob sie um diese Eigenschaft des Honigs wüssten.

Bienengelee: Bienengelee ist eine im Bienenstock von den Arbeiterbienen produzierte Substanz. Diese nährstoffreiche Substanz enthält Zucker, Proteine, Fette und viele Vitamine. Sie wird bei Gesundheitsproblemen die wegen Kraft-losigkeit oder Gewebeschwäche auftreten, verwendet.

Es ist offensichtlich, dass Bienen den Honig, von dem sie mehr herstellen, als sie selbst verbrauchen, zu Gunsten des Menschen herstellen. Offensichtlich ist auch, dass sie diese unglaubliche Aufgabe nicht selbständig erfüllen könnten...


Er hat euch alles dienstbar gemacht, was in den Himmeln und auf Erden ist; alles ist von Ihm. Hierin sind wahrlich Hinweise für nachdenkliche Leute.
(Sure al-Dschathiya: 13)