MASCHINEN IN UNSEREM KÖRPER

UNSER IMMUNSYSTEM

MASCHINEN IN UNSEREM KÖRPER


Im Quran hat Allah in vielen Versen die Menschen auf ihre Schöpfung aufmerksam gemacht und sie aufgefordert, darüber nachzudenken: "O Mensch! Was hat dich deinem großzügigen Herrn entfremdet, Der dich erschaffen, gebildet und wohlgeformt hat? Dich in der Gestalt, die Ihm beliebte, zusammengefügt hat?" (Sure al-Infithar: 6-8)

Der Mensch ist ein von Allah in einer bestimmten Ordnung und mit bestimmter Gestalt geschaffenes, mit den kompliziertesten, perfektesten und überragendsten Systemen ausgestattetes Wesen.
Der menschliche Körper besteht aus Fleisch und Knochen und wiegt durchschnittlich 60-70 kg. Wie wir wissen, verdirbt Fleisch nach ein paar Stunden, wenn es ungeschützt aufbewahrt wird, und nach ein paar Tagen wird es von Würmern befallen und verbreitet einen unerträglichen Geruch. Aus diesem schnell verderblichen Stoff besteht unser Körper größtenteils. Jedoch versorgt der Blutkreislauf den Körper und die Haut schützt ihn vor Bakterien, wodurch er 70-80 Jahre sicher und ohne zu verderben aufbewahrt wird.

Die Eigenschaften des menschlichen Körpers sind faszinierend. Jedes unserer fünf Sinnesorgane ist für sich allein ein Wunder. Der Mensch nimmt seine Welt durch diese Sinne wahr und kann durch die Einheit dieser Sinne sein Leben bequem fortführen. Wenn man die Fähigkeiten des Sehens, Hörens, Schmeckens, Fühlens und Riechens betrachtet, erkennt man an den Details und deren perfekten Konstruktionen, dass sie alle ein Beweis für die Existenz eines Schöpfers sind.

Dabei beschränken sich die wundervollen Konstruktionen des menschlichen Körpers nicht nur auf seine Sinnesorgane, vielmehr sind alle unsere Organe ein Geheimnis für sich. Jedes einzelne besitzt Eigenschaften die unseren Bedürfnissen genau entsprechen. Wenn man sich nur vorstellt, wie schwer es für uns wäre, ohne Hände auf die Welt zu kommen. Was wäre, wenn wir keine Beine hätten oder unser Körper anstelle der Haut mit Schuppen, Stacheln oder mit einem Panzer umhüllt wäre?

Hinzu kommen noch die komplizierten Systeme der Atmung, Ernährung und Fortpflanzung und die Ästhetik des menschlichen Körpers. Wie wir sehen, besitzt unser Körper viele empfindliche Systeme. Diese Systeme, die voneinander völlig abhängig sind, haben eine optimale Verbindung mit anderen Systemen im Körper und durch diese Zusammenarbeit kann der menschliche Körper seine lebenswichtigen Funktionen problemlos ausführen.

Darüber hinaus meistert er das alles ohne Anstrengungen oder Schwierigkeiten, während der Mensch selbst dies oft gar nicht wahrnimmt. Wann der Magen mit der Verdauung beginnt oder damit aufhört, von seinem Herzrhythmus, wie sein Blut die notwendigen Stoffe an die richtigen Stellen transportiert, vom Hören bis zum Sehen geschieht vieles ohne sein Wissen.
Im menschlichen Körper ist ein fehlerfreies System eingebaut, das auf perfekte Weise arbeitet. Das ist die Schöpfung Allahs, Der vom Himmel bis zur Erde alles verrichtet und in Gang setzt. Allah schuf alles im Universum, alle Details, alle Lebewesen mit ihren notwendigen Eigenschaften. Auch der menschliche Körper gibt uns bei genauer Betrachtung das Werk Allahs, Seine mustergültige und einzigartige Schöpfungskunst als Beweis zur Kenntnis.
Allah macht auf die Vollkommenheit im Universum in der Sure al-Mulk so aufmerksam:

...Du erblickst in der Schöpfung des Erbarmers kein Missverhältnis. So schau dich von neuem um, ob du Mängel siehst! Dann lass den Blick ein weiteres Mal schweifen - jedes Mal wird dein Blick stumpf und matt zu dir zurückkehren. (Sure al-Mulk: 3-4)

Hier sind einige dieser empfindlichen Systeme des menschlichen Körpers aufgeführt:

Die fünf Sinnesorgane sind genau auf die menschlichen Bedürfnisse zugeschnitten: Das Ohr kann zum Beispiel nur bestimmte Schallwellen wahrnehmen. Es sieht wie ein Vorteil aus, wenn keine Grenzen gesetzt wären und wir alles hören könnten. Jedoch ist die Wahrnehmungsgrenze, die so genannte Reizschwelle, nicht ohne Grund vorhanden. Wenn wir ein zu empfindliches Hörorgan hätten, würden wir ständig unseren Herzschlag hören und die Geräusche von mikroskopisch kleinen Tierchen und viele anderen Geräusche. Das wäre für uns sehr unangenehm.

Etwas ähnliches gilt auch für das Sinnesorgan der Haut. Empfindliche Nerven, die direkt unter der Haut liegen, sind für die Wahrnehmung und Weiterleitung der Reize verantwortlich, sind dafür bestens sensibilisiert und überall im Körper verteilt. Die größte Anzahl Nerven befindet sich an den Fingerspitzen, den Lippen und am Geschlechtsorgan. Dagegen befinden sich an "unwichtigeren" Stellen wie am Rücken kaum Nerven. Das ist ein großer Vorteil für die Menschen. Stellen wir uns das Gegenteil vor: Nehmen wir an, die Fingerspitzen seien unempfindlich und alle Nervenenden befänden sich auf dem Rücken. Zweifellos wäre das für den Menschen sehr umständlich. Während wir die Hände nicht richtig einsetzen könnten, würde uns die kleinste Berührung am Rücken stören, zum Beispiel Knitterfalten der Kleidung.
Auch alle anderen Konstruktionen an unserem Körper sind Beispiele für die empfindlichen Systeme wie das Haar und die Wimpern: beides sind eigentlich nur Haare, aber sie wachsen nicht gleichmäßig. Stellen sie sich vor, dass die Wimpern wie die Haare ständig wachsen und dann die Augen bedecken würden. Es würde uns das Sehen erschweren und das Auge, das für uns ein lebenswichtiges Organ ist, beschädigen. Die Wimpern wachsen nur bis zu einer bestimmten Länge, dann stoppen sie. Falls die Wimpern durch Verbrennung oder ähnliche Beschädigungen gekürzt werden, wachsen sie erneut bis zu ihrer alten idealen Länge und hören dann wieder auf zu wachsen.

Auch die Form der Wimpern ist sehr wichtig. Da sie leicht nach oben gebogen sind, verengen sie unseren Blickwinkel nicht und verschönern daneben die Augen. Die Wimpern werden beim Herauswachsen aus den Augenlidern durch spezielle Fettdrüsen eingefettet. Daher sind sie nicht hart und gerade. An jedem Punkt des menschlichen Körpers steckt zweifellos eine präzise Planung...

Diese maßvolle Schöpfung kann man sowohl bei einem Neugeborenen als auch bei einem heranwachsenden Menschen deutlich und verblüffend erkennen. Zum Beispiel ist bei einem Neugeborenem der Schädelknochen noch sehr weich, und die Knochen sind gegeneinander leicht beweglich, so dass der Kopf bei der Geburt nicht beschädigt wird. Wenn der Schädel bei der Geburt komplett hart wäre, könnte er bei der Geburt brechen, so dass das Gehirn des Neugeborenen Schaden nehmen könnte.

Mit derselben Vollkommenheit und Harmonie wachsen die Organe eines Menschen während seiner Entwicklung. Zum Beispiel wächst gleichzeitig mit dem Gehirn auch der Schädel, der es umfasst. Wenn der Schädel im Gegensatz zum Gehirn langsamer wachsen würde, würde das Gehirn zusammengequetscht und dies in Kürze zum Tod führen.

Gleichartige Korrelationen herrschen auch zwischen Herz, Lunge und Brustkorb, Augen und Augenhöhlen und bei vielen anderen Organen.

Daher ist es sinnvoll unseren eigenen Körper zu betrachten, um die Kunst und die Macht der Schöpfung erkennen zu können. Jeder Teil unseres Körpers, der viel weiter entwickelt ist als hoch technisierte Fabriken, zeigt uns die einzigartige Schöpfung Allahs und beweist, dass Er über unseren gesamten Körper herrscht.

Wenn wir die Systeme und Organe des menschlichen Körpers unter die Lupe nehmen, werden wir die Beweise dieser tadellosen und maßvollen Schöpfung näher feststellen.


DIE VERDAUUNG



Das Verdauungssystem, ist ein System, bei dem Mund, Speicheldrüse, Magen, Pankreas, Leber, Dünndarm und Dickdarm zusammen in Harmonie arbeiten und jede Komponente seine eigene Aufgabe erfüllt. Wenn eins oder mehrere dieser Organe ihre Aufgaben nicht erfüllen, blockiert dies das ganze System.

Der erste Schritt der Verdauung beginnt im Mund, dort macht der Speichel die Speisen wässrig und vereinfacht damit das Zermahlen für die Zähne und die Weiterleitung durch die Speiseröhre. Eine andere Eigenschaft des Speichels ist seine chemische Zusammensetzung, die ihn Stärke in Zucker umwandeln lässt. Stellen wir uns vor, was passieren würde, wenn im Mund der so wichtige Speichel nicht abgesondert würde: Wir könnten weder die Speisen schlucken, noch könnten wir wegen unseres trockenen Mundes richtig sprechen. Wir könnten keine feste Nahrung aufnehmen sondern könnten uns nur mit flüssigen oder breiigen Lebensmitteln ernähren.

Auch im Verdauungstrakt existiert ein ausgewogenes System. Die Speisen werden im Magen durch die von ihm produzierte Salzsäure verdaut. Diese Säure ist aber so stark, dass sie eigentlich nicht nur die Speisen, sondern auch die Magenwand zerfressen würde. Natürlich ist auch hier an eine Lösung gedacht: Eine dünne Schleimhaut bedeckt das Mageninnere und schützt ihn vor der aggressiven Chemikalie. Mit diesem perfekten Schutzschild wird verhindert, dass der Magen sich selbst vernichtet. Ein kleiner Fehler in der Zusammenset-zung dieses Schleims könnte die schützende Eigenschaft zerstören. Tatsächlich besteht aber zwischen dem Magensaft mit seiner verdauenden Eigenschaft und der schützenden Schleimschicht eine perfekte Harmonie.

Wenn der Magen leer ist, ist auch die Absonderung nicht vorhanden, welche die Aufgabe hat, Proteine, also tierische Nahrungen wie Fleisch zu zersetzen. Richtiger gesagt, befindet sich diese Absonderung im leeren Magen nur in Form einer harmlosen, nicht säurehaltigen Flüssigkeit. Wenn eine proteinhaltige Nahrung in den Magen gelangt, wird Salzsäure abgesondert und diese Säure verwandelt die harmlose Flüssigkeit in einen starken, Protein zersetzenden Stoff. Somit wird verhindert, dass diese proteinzersetzende Flüssigkeit den Magen, der ja auch aus Proteinen besteht, vernichtet.

Beachtenswert ist, dass dieses System von den Evolutionisten in keiner Weise erklärt werden kann. Denn sie behaupten, dass Lebewesen sich Schritt für Schritt, Phase für Phase von niederen Lebewesen zu den heutigen, komplizierten Organismen entwickelt haben. Es ist aber ganz klar, dass der Magen sich nicht in kleinen Schritten entwickeln kann. Fehlt nur ein einziger Faktor, würde das für das Lebewesen bereits den Tod bedeuten. Um zu sehen, wie widersprüchlich ihre Theorie ist, reicht ein einziges Beispiel. Man stelle sich ein Lebewesen vor dessen Magen von der von ihm selbst produzierten Säure aufgelöst wird. Zuerst wird der Magen qualvoll zerfressen, dann werden die anderen Organe angegriffen, es würde sich beim lebendigem Leibe zerfressen und sterben.



Eine Pumpe (Zotte), die sich in der Dünndarmwand befindet, resorbiert aus dem Speisebrei die benötigten Nährstoffe. Auf einer Fläche von einem Quadratmillimeter befinden sich 200 Millionen Zotten, die jerde Sekunde ununterbrochen arbeiten, damit wir leben können. Oben im Bild sieht man die einzelnen Kanäle (Adern, Kapillaren und Lymphgefäße) welche in den Zotten unterschiedliche Nährstoffe durch unterschiedliche Wege weiterleiten.

Dass die Flüssigkeit im Magen genau dann, wenn eine Nahrung geschluckt wird, die verdauende Eigenschaft gewinnt, geschieht durch mehrere chemische Reaktionen. Man stelle sich ein Lebewesen vor, bei dem es während dieser angeblichen Evolution nicht zu diesen geplanten chemischen Reaktionen kommt. Die Flüssigkeit im Magen bekommt nicht die Eigenschaft, Nahrungen zu zersetzen. Speise und Trank liegen unverdaut im Magen, trotz einer gesunden Nahrungsaufnahme würde das Lebe-wesen mit einem Klumpen im Magen in Kürze sterben.

Schauen wir uns das Ganze aus einer anderen Sicht an. Die Magensäure wird von den Magenzellen produziert. Sowohl diese Zellen, als auch all die anderen Zellen am Körper, wie zum Beispiel Augenzellen, sind in der Tat Geschwisterzellen, die sich im Mutterleib anfangs von der gleichen Zelle ausgehend, immer wieder geteilt haben. Außerdem speichern sie die gleichen genetischen Informationen. Das heißt, in beiden Zellen befinden sich die Daten der Proteine welche für das Auge nötig sind und auch die Informationen der Magensäure. Auf wessen Befehl sie das durchführen, weiß man nicht, aber unter den unzähligen Daten verwendet die Augenzelle nur ihre eigenen Informationen und auch die Magenzellen nur die betreffenden Daten. Wenn aber nun die Augenzellen, anstatt des für sie vorgesehenen Proteins, von dem wir noch nicht einmal wissen, wie es entsteht, plötzlich mit der Produktion von Magensäure beginnen würden - denn sie verfügen ja tatsächlich über die für die Herstellung notwendigen Informationen - wie würde das enden? Der Mensch würde seine eigenen Augen zerschmelzen und verdauen.
Lassen Sie uns fortfahren, die erstaunlichen Systeme in unserem Körper zu betrachten:

Auch der Rest unseres Verdauungssystems ist ebenso gut geplant. Die verwertbaren Nahrungsanteile werden von den Dünndarmwänden aufgenommen und ins Blut weitergeleitet. Die innere Oberfläche des Dünndarms ist stark gefaltet und ähnelt einem zerknitterten Stoff. Auf jeder Falte befinden sich noch kleinere Falten, die Zotten. Durch diese Falten ist die Resorptionsfläche des Darms stark vergrößert. Auf den Zellen der Darmzotten befinden sich wiederum mikroskopische Ausstülpungen, die sogenannten Mikrozotten. Diese fingerförmigen Ausstülpungen arbeiten wie eine Pumpe und saugen die Nährstoffe auf. Außerdem ist das Innere dieser Pumpen mit dem Kreislaufsystem über für jede Art von Nährstoff entsprechend ausgebildeten Transportwege verbunden. So werden von diesen Pumpen resorbierte Nährstoffe über die Blutbahn überall in den Körper transportiert. Jede Darmzotte besitzt ungefähr 3000 Mikrozotten. Ein Quadratmillimeter der Innenfläche des Dünndarms ist ungefähr mit 200 Millionen Mikrozotten bedeckt. Das heißt, um das Leben des Menschen zu ermöglichen, arbeiten auf einem Quadratmillimeter Fläche 200 Millionen Pumpen ununterbrochen ohne zu ermüden, ohne Defekt. So viele Pumpen wurden auf einem sehr kleinen Platz komprimiert, indem eine sehr große und breite Fläche extrem stark gefaltet wurde. Dieses System ermöglicht uns, die zu uns genommenen Nährstoffe optimal zu verwerten und somit unser Leben zu führen.


DIE ATMUNG


Auch unsere Atmung basiert auf einem ausgeklügelten Zusammenspiel verschiedener Organe. Der Umstand, dass die bei der Atmung eingezogene Luft oft kalt und verunreinigt ist, könnte unsere Gesundheit beeinträchtigen. Aus diesem Grund muss die Luft gereinigt und erwärmt werden. Unsere Nase ist für diese Aufgabe genau geschaffen. Die feinen Nasenhärchen und der Schleim im Naseninneren nehmen den Schmutz aus der Luft auf und filtern sie. Außerdem wird die Atemluft durch die wellige Form des Innenraums der Nase erwärmt. Der Nasenknochen ist so gebaut, dass die Atemluft bevor sie in die Lunge gelangen kann, erwärmt wird indem sie mehrmals in der Nase zirkuliert; dass ein kleiner Knochen die Eigenschaft besitzt, den Luftstrom derart zu beeinflussen, dass die Luft in der Nase zirkulieren kann, bedarf genauer Berechnung und Planung. Dass eine solche Struktur den Bedürfnissen eines anderen Systems dienen kann beweist, dass ein einziger Schöpfer beide Systeme speziell für diese Aufgabe schuf. Nach den oben beschriebenen Prozeduren wird die eingeatmete Luft befeuchtet und gereinigt in die Luftröhre weitergeleitet.
DAS SKELETT



Das Skelett ist ein aus 206 verschiedenen Teilen zusammengesetztes wahres Architekturwunder. Der menschliche Körper besitzt durch diese miteinander verbundenen Teile eine außergewöhnliche Bewegungsfähigkeit. Kein einziger Roboter, der bis heute hergestellt wurde, kann die Bewegungsbegabung des Menschen nachahmen.

Auch das Skelett ist ein Beispiel für wundersame Ingenieurkunst. Es ist das statische Gerüst zur Unterstützung unseres Körpers. Gleichzeitig schützt es lebenswichtige Organe wie Gehirn, Herz, Lunge und unterstützt die inneren Organe. Es gibt dem Menschen eine hohe Bewegungsfreiheit, die von keiner Maschine imitiert werden kann. Zusätzlich ist das Knochengewebe, wie viele es glauben, nicht leblos. Das Knochengewebe ist die Bank für viele lebenswichtige Mineralstoffe wie Kalzium und Phosphor. Je nach Bedarf des Körpers lagert oder verteilt es die vorher gespeicherten Mineralstoffe. Neben all diesen Besonderheiten geschieht auch die Herstellung der roten Blutkörperchen in den Knochen.

Das Skelett hat nicht nur als Ganzes eine perfekte Funktion, sondern auch die einzelnen Knochen besitzen eine unübertreffliche Konstruktion.

Die Knochen sind mit einer Stabilität erschaffen, die es ihnen ermöglicht, den Körper problemlos zu tragen und zu schützen. Auch extreme Belastungssituationen des Körpers sind vorgesehen. Zum Beispiel kann der Oberschenkelknochen eine vertikal wirkende Last von einer Tonne tragen. Tatsächlich erreicht das Gewicht, mit dem wir diesen Knochen bei jedem Schritt belasten, das Dreifache unseres Körpergewichts. Was ist es also, das die Knochen, diese aus der Teilung einer einzigen Zelle entstandene Struktur so enorm stark macht? Die Antwort auf diese Frage liegt in der beispiellosen Konstruktion der Knochen verborgen.

Um das besser zu verstehen, ist ein Beispiel aus der modernen Technik angebracht: Beim Bau von großen, hohen Gebäuden werden Käfigsysteme verwendet. Hierbei bestehen die tragenden Säulen nicht aus einem einzigen Teil, sondern aus einem Ver-bundsystem, das aus einem mit Beton umhüllten Stahl-käfig besteht. Nur mittels komplizierter Computer-Be-rechnungen können große Brücken und Industriege-bäude günstig und stabil gebaut werden.

Auch das Innere der Knochen besteht aus einer Struktur, die der käfigartigen Konstruktion der von Menschen errichteten Gebäude und Brücken ähnelt, mit einem bedeutenden Unterschied: Die Knochenstrukturen sind viel komplizierter und hochwertiger als jene, die von Menschen gemacht sind. Die Knochen sind sehr stabil und sehr leicht, weil sie innen hohl sind. Wären die Knochen nicht hohl, sondern massiv und somit spröde und unelastisch, so würden sie bei der kleinsten Belastung brechen.

Diese perfekte Konstruktion unseres Knochenbaus ermöglicht uns ein komfortables Leben. Sie gibt uns die Möglichkeit, schwierige Bewegungen mühelos und schmerzlos auszuführen. Eine andere Eigenschaft der Knochenstruktur ist, dass sie wo es notwendig ist, elastisch ist. Zum Beispiel der Brustkorb: Während er Lunge, Herz und andere lebenswichtige Organe schützt, dehnt und zieht er sich zusammen, so dass die Lunge mit Sauerstoff gefüllt und wieder entleert werden kann.

Die Elastizität der Knochen kann sich mit der Zeit ändern. Zum Beispiel dehnen sich die Beckenknochen bei den Frauen in den letzten Monaten der Schwangerschaft und sie gehen sogar ein wenig auseinander. Das ist ein sehr wichtiges Detail, denn durch diese Lockerung kann der Kopf des Kindes, die Beckenknochen passieren, ohne Schaden zu nehmen.
Das sind nicht die einzigen Wunder der Knochen. Die Knochen besitzen neben ihrer Leichtigkeit, Elastizität und Stabilität auch die Eigenschaft, sich selbst zu reparieren. Das funktioniert wie bei allen anderen Geschehnissen im Körper durch das Zusammenspiel von Millionen von Zellen.



Darstellung der herausragenden Anordnung in den langen Knochen des menschlichen Körpers und stark vergrößerte Darstellung des Knochenquerschnitts. Diejenigen Knochen, die Blutzellen produzieren und dadurch als Nährstofflager für den Körper fungieren, sind lebendig.


Bei jedem Schritt den wir gehen, entsteht wegen des Gewichts unseres Körpers vom Boden aus ein Gegendruck. Wenn die Stoßdämpfer zwischen den Wirbeln nicht existieren würden und die Wirbelsäule eine gerade und steife Form hätte, würde der Druck direkt den Schädelknochen belasten. Das hätte verheerende Folgen: Der Halswirbel würde nämlich die Schädeldecke zerschmettern und das Gehirn durchdringen.

Auch die Beweglichkeit des Skeletts ist ein wichtiges Detail, dem wir uns noch eingehender widmen wollen. Bei jedem Schritt den wir gehen, bewegen sich die Wirbelkörper, unserer Wirbelsäule aufeinander hin und her. Diese ständige Reibung müsste eigentlich zu einer schnellen Abnutzung der Wirbel führen, aber auch hier wurde vorgesorgt: Zwischen den Wirbeln befinden sich widerstandsfähige Knorpel, die Bandscheiben. Sie erfüllen die Aufgabe eines Stoßdämpfers. Bei jedem unserer Schritte entsteht wegen unseres Körpergewichts ein Druck auf die Wirbelsäule. Jedoch schadet dieser Druck dem Körper nicht aufgrund der die Kraft verteilenden, leicht s-förmig gebogenen Wirbelsäule und ihres Federungssystems. Wenn diese stossreduzierende Elastizität nicht existieren würde, würde der Druck direkt auf den Schädelknochen wirken und der Halswirbel würde die Hinterhauptshöcker brechen und in das Gehirn eindringen.

Auch an den Verbindungsstellen der Knochen kann man Beweise der Schöpfung erkennen. Obwohl die Gelenke ein Leben lang benutzt werden, brauchen sie nicht einmal geölt zu werden. Die Biologen haben den Grund dafür erforscht:
Sie haben erkannt, dass dieses Problem mit einem nur als Wunder der Schöpfung zu bezeichnenden System gelöst ist:

Die Reibungsflächen der Gelenke sind mit einer dünnen, porigen Knorpelschicht überzogen. Unter dieser Schicht befindet sich ein zähflüssiges Schmiermittel. Wenn der Knochen Druck auf das Gelenk überträgt, quillt dieses Schmiermittel aus den Poren und sorgt dafür, dass die Oberflächen der Gelenke ohne Reibung aufeinander gleiten können.



Nicht einmal ein einziges der auf diesem Bild dargestellten Systeme könnte durch Zufall entstanden sein. Da macht es erst recht keinen Sinn, zu behaupten, sie seien nacheinander entstanden. Es ist zwingend erforderlich, dass sie unbedingt alle gleichzeitig, in absolutem Einklang entstehen.

Das alles zeigt, dass der menschliche Körper ein Werk ausgezeichneter Planung ist, besser gesagt, das Ergebnis einer besonderen Schöpfung.

Bedenken wir, wie es wäre, wenn all dies nicht so perfekt geschaffen wäre. Zum Beispiel, wenn unser Bein aus einem einzigen langen Knochen bestehen würde. Das Gehen wäre dann für uns ein riesiges Problem, wir hätten sehr plumpe und unbewegliche Körper. Sogar das Hinsetzen wäre sehr anstrengend. Wegen großer Beanspruchung bei sogar solch leichten Bewegungen könnte unser Beinknochen schnell brechen. Dagegen ist das Skelett so gebaut, dass es dem Körper jede Bewegung einwandfrei erlaubt.

Alle Eigenschaften des Skeletts sind von Allah erschaffen worden, und Er erschafft sie immer noch. Allah fordert die Menschen, die Er schuf, mit folgenden Worten dazu auf, über diese Wahrheit nachzudenken:

...Und betrachte die Knochen, wie Wir sie zusammensetzen und alsdann mit Fleisch bekleiden?... (Sure al-Baqara: 259)

Die Verantwortung des Menschen besteht darin, sich hierüber Gedanken zu machen, die Macht seines Schöpfers anzuerkennen und ihm zu danken. Tut er das nicht, wird er in große Not geraten. Allah, Der einmal die Knochen schuf und mit Fleisch bekleidet hat, ist mächtig, dies noch einmal zu tun. Diese Tatsache ist im Quran folgendermaßen beschrieben:

Will der Mensch denn nicht wahrhaben, dass Wir ihn aus einem Samen-tropfen erschufen? Und siehe da, er hält sich für Unseren (kompetenten) Widersacher. Und er stellt mit Uns Vergleiche an und vergisst dabei, dass er selbst eine Schöpfung ist. Er spricht: "Wer belebt die Gebeine, wenn sie zerfallen sind?" Sprich: "Leben wird ihnen Der wiedergeben, Welcher sie zum ersten Mal erschuf; denn Er kennt jegliche Schöpfung. (Sure Ya Sin: 77-79)


KOORDINATION


Die Systeme des Menschen arbeiten miteinander in Einklang und Harmonie zu einem bestimmten Zweck, nämlich um die Lebensfähigkeit des Körpers zu gewährleisten. Die alltäglichen kleinen Bewegungen die wir machen, wie das Atmen und sogar das Lachen, sind ein Resultat perfekter Koordination.

In uns steckt ein großes, unglaublich vernetztes Koordinationsnetzwerk, das ständig aktiv ist. Sein Ziel ist es, den Körper am Leben zu erhalten. Das kann man am besten am Bewegungsapparat des Körpers erkennen. Denn schon für die einfachsten Bewegungen müssen Skelett, Muskeln und Nerven-system perfekt zusammenwirken.

Die erste Voraussetzung für eine gute Koordination im Körper ist ein funktionierender Informationsaustausch. Nur mit den richtigen Informationen kann man neue Vergleiche ziehen, und dafür gibt es in unserem Körper ein hochentwickeltes Informationsnetz. Um eine koordinierte Bewegung zu machen, müssen vor allem die Lage und der Zusammenhang der mitwirkenden Komponenten erkannt werden. Diese Information gelangt in das Gehirn über die Augen, das im Innenohr befindliche Gleichgewichtsorgan, die Muskeln, Gelenke und über die Haut. Jede Sekunde werden Milliarden von Nachrichten übermittelt, ausgewertet und entsprechend neue Entscheidungen getroffen. Der Mensch selbst ist sich dieser außerordentlich schnellen Vorgänge nicht bewusst. Er bewegt sich, lacht, spricht, läuft, isst und denkt nach. Damit diese Abläufe vonstatten gehen, bedarf es nicht seiner Anstrengung. Zum Beispiel müssen für ein kleines Lächeln siebzehn verschiedene Muskeln gleichzeitig angespannt werden. Das Versagen eines dieser Muskeln kann den ganzen Gesichtsausdruck verändern. Beim Gehen müssen an den Füßen, den Beinen, der Hüfte, der Leiste und dem Rücken vierundfünfzig verschiedene Muskeln in Einklang arbeiten.

a) vorderer Armmuskel
b) Muskelbündel
c) Muskelfasern in den Muskelbündeln Die Sensoren zwischen den Fasern informieren das zentrale Nervensystem über die Lage der Muskeln. Durch die Informationen der Milliarden von Rezeptoren, hat das zentrale Nervensystem eine vollkommene Kontrolle über die Muskeln.

In den Muskeln und Gelenken befinden sich Millionen winzige, mikroskopisch kleine Sinneszellen, die Rezeptoren, die dem zentralen Nervensystem mitteilen, in welcher Stellung sie sich befinden. So werden die neuen Infor-mationen dann an die Muskeln geschickt.
Die außerordentliche Perfektion in der Koordination im menschlichen Körper wird mit diesem Beispiel noch verständlicher: Nur um die Hand hoch zu strecken, müssen die Schulter gebeugt, nacheinander der Bizeps und Trizeps (die vorderen und hinteren Armmuskeln) angespannt und wieder entspannt werden wonach die Muskeln zwischen Ellenbogen und Handgelenk das Handgelenk drehen. Während jeder Stufe dieser Bewegung informieren die Milliarden von Sinneszellen das zentrale Nervensystem über die Position der Muskeln. Von hier aus werden sofort die weiteren Befehle an die Muskeln übermittelt. Ohne Zweifel ist sich der Mensch dessen in keiner Weise bewusst, er möchte seine Hand hochheben und tut es einfach. Beim Aufrechtstehen werden die Informationen von den Sinneszellen in den Beinmuskeln, Füßen, Rücken, Bauch, Brust und Hals bewertet und diese Informationen werden permanent an die Muskeln weitergeleitet.

Zum Beispiel müssen wir uns nicht extra bemühen, um zu sprechen. Damit die gewünschten Wörter aus unserem Mund sprudeln können, müssen wir auch keine großen Rechenaufgaben lösen. Wie stark unsere Stimmbänder in welchem Abstand vibrieren müssen; welcher von den Hunderten der Muskeln im Mund, in der Zunge oder im Hals in welcher Reihenfolge wie oft wie stark angespannt und wieder gelockert werden muss, oder wie viel Kubikzentimeter Luft wir einatmen und mit welcher Geschwindigkeit wir diese wieder durch den Kehlkopf pressen müssen, all das können wir nicht beeinflussen. Auch wenn wir wollten, könnten wir das nicht tun! Denn das Sprechen eines einzigen Wortes ist bereits das Resultat der Koordination von Systemen, angefangen vom Atmungsapparat bis hin zum Nervensystem und von den Muskeln bis zu den Knochen.

Welche Folgen hätte es, wenn eines dieser Systeme versagen würde? Wenn wir lachen wollten, würde vielleicht ein anderer Gesichtsausdruck entstehen oder wir könnten währenddessen nichts aussprechen oder gar nicht mehr gehen. Dennoch lachen wir, wenn wir es wünschen und sprechen oder gehen wann wir es wollen, ohne Verzögerung. Denn das alles geschieht durch eine Schöpfung, die eine unendliche Macht voraussetzt.



Dieses Bild zeigt das Schema der Informationswege der Sensoren von den Muskeln bis hin zu den sich in der Wirbelsäule befindlichen Nervensträngen und wie die Muskeln daraufhin neue Befehle erhalten. Eine Auswertung der Milliarden von Informationen, der Milliarden von Rezeptoren, sowie noch mal so viele Befehle wird in jeder Sekunde - auch in diesem Moment, während diese Zeilen gelesen werden - ausgeführt. Betrachtet der Mensch sich selbst, entdeckt er, dass er mit vielen Systemen ausgestattet ist. Er hat weder bei ihrer Schöpfung, noch bei ihrer Funktion, ein Mitspracherecht.

Daher muss der Mensch sich bewusst sein, dass er sein Leben und sein Dasein auf ewig, Allah zu verdanken hat. Der Mensch besitzt nichts, womit er prahlen oder sich rühmen kann. Schönheit, Gesundheit oder Kraft, die er besitzt, sind nicht sein Werk und diese Attribute sind ihm auch nicht für die Ewigkeit gegeben. Sicherlich wird er altern, seine Schönheit und Gesundheit verlieren. Im Quran wird auf diese Tatsache wie folgt aufmerksam gemacht:
Und was immer euch gewährt wird, ist nur für den Genuss des irdischen Lebens und seine Ausschmückung. Was aber bei Allah ist, ist besser und bleibender. Wollt ihr denn nicht begreifen? (Sure al- Qasas: 60)

Wenn er diese Eigenschaften in besserem Maße und für die Ewigkeit erlangen möchte, so muss er Allah dankbar sein für die Gaben, die er von Ihm bekommen hat und sein Leben in der von Ihm vorgegebenen Weise ausrichten. Wie an diesen Beispielen zu erkennen ist, besitzen alle Systeme und Organe die wir haben, eine wundersame Eigenschaft. Betrachtet man diese Eigenschaften genauer, erkennt man auf welcher Präzision sie aufgebaut sind und welche Wunder in ihrer Schöpfung stecken. Man erkennt ein weiteres Mal die grenzenlose Weisheit und die perfekte Kunst, die Er am Menschen angewandt hat.


DIE LEBER

Die Leber liegt in der Bauchhöhle rechts oben unter dem Zwerchfell. Im Blutkreislauf hat sie die Funktion eines Filters inne. Während die wasserlöslichen, einfacheren Stoffe in den Nieren herausgefiltert werden, werden komplizierte Abfallstoffe, wie die von Medikamenten oder Hormonen von der Leber herausgefiltert.

Die Leber unterstützt das Abwehrsystem logistisch: Die Leber filtert nicht nur die Abfallstoffe der Nahrung und des Stoffwechsels heraus, sondern sie ist auch Produzent des Immunstoffes Globulin und der Enzyme, die für Instandhaltung der Blutgefäße verantwortlich sind.

Die Leber vernichtet Bakterien: Die so genannten Kupffer'schen Zellen in der Leber schlucken einen wichtigen Teil der Bakterien in dem die Leber durchströmenden Blut, welche vor allem aus dem Darm stammen. Die Zellen vermehren sich, sobald sich die Konzentration der Fremd- oder Abfallstoffe im Blut vermehrt, um sie aus dem Blut herauszufiltern.

Sie produziert die Brennstoffe für den Körper: Eine weitere Eigenschaft der Leber ist, dass sie den für den Körper wichtigsten Brennstoff, Glukose produziert. Die im Rahmen der normalem Ernährung aufgenommene Glukose wird in Glukogen umgewandelt und in der Leber gespeichert. Die Leber kontrolliert ständig den Glukosegehalt im Blut. Wenn zwischen den Mahlzeiten, wenn keine Nahrung aufgenommen wird, der Glukosegehalt im Blut zu sinken beginnt, wandelt die Leber das gespeicherte Glukogen wieder in Glukose um und gibt sie an den Körper ab. So wird verhindert, dass der Zuckergehalt im Blut zu tief sinkt. Außerdem kann die Leber aus Fett- und Aminosäuren Glukose herstellen und andere Kohlenhydrate, die bei der Brennstoffherstellung nicht gebraucht werden, in Glukose umwandeln.

Die Leber speichert Blut: Die Leber ist so beschaffen, dass sie sich dehnen und wieder verkleinern kann. Dadurch kann sie Blut aus den Adern speichern und bei Bedarf wieder abgeben. Bei einem gesunden Körper speichert die Leber 10 Prozent des gesamten Bluthaushalts, was einer Menge von etwa 450 ml entspricht. In manchen Situationen, wie z.B. bei Herzschwäche, ist die Blutmenge im Kreislauf für das Herz zu viel. Dann kommt die Leber zum Einsatz und verdoppelt die Blutaufnahme und speichert so einen Liter Blut zusätzlich. So unterstützt sie das Herz dabei, im richtigen Tempo zu arbeiten. Wenn der Blutbedarf im Körper steigt (wie bei sportlichen Anstrengungen), dann gibt die Leber in den Kreislauf Blut ab und stellt das Gleichgewicht erneut her.

Sie arbeitet wirtschaftlich: Beim Glukoseverbrauch in den Muskeln entsteht das Stoffwechselprodukt Milchsäure. Solange die Milchsäure in den Muskeln ist, verursacht sie Schmerzen und hindert sie am arbeiten. Die Leber aber sammelt diese Säuren aus den Muskeln und kann sie wieder in Glukose verwandeln.

Erneuert abgestorbene rote Blutkörperchen: Die Milz und die Leber sind die Orte, wo anstelle der toten Erythrozyten (rote Blutkörperchen) neue hergestellt werden, wo große Mengen der Proteine zerlegt und als Aminosäure erneut für unterschiedliche Zwecke verwendet werden. Außerdem ist die Leber dasjenige Organ, in dem Eisen, welches eine sehr wichtige Aufgabe im Körper hat, gespeichert wird.

Somit ist die Leber der am besten entwickelte Speicher für verschiedene Stoffe des Körpers. Alle Mineralstoffe, Proteine, kleine Mengen an Fetten und Vitaminen werden hier gelagert. Bei Bedarf gibt sie aus ihrem Depot die nötige Menge an die richtige Stelle ab. Sie überwacht sehr genau, ob der Körper ausreichend Energie hat, wofür sie über eine spezielle Nachrichtenkette verfügt. Alle Organe im Körper haben eine Verbindung zur Leber.

Sie kann sich selbstständig reparieren: Die Leber hat die Fähigkeit, sich selbst zu reparieren Wenn ein Teil beschädigt wird, vermehren sich die anderen Zellen sofort und beheben den Schaden. Sogar, wenn zwei Drittel des Organs entnommen würden, könnte der Rest die Leber wieder vervollständigen. Während das Organ sich selbst Instand setzt, entfernt es die toten Zellen von der betreffenden Stelle und ersetzt sie sofort mit neuen. Eine Leberzelle kann mehr als 500 Arbeiten durchführen. Das tut sie nicht nur hintereinander, sondern auch gleichzeitig.



Die Haut, welche von außen so einfach anmutet, ist tatsächlich ein aus mehreren Schichten bestehendes, kompliziertes Organ mit berührungsempfindlichen Nerven, Blutbahnen, Lüftungssystemen, Wärme- und Feuchtigkeitsregulatoren, welches bei Bedarf ein Schutzschild gegen den Einfluss von Sonnenstrahlen anlegen kann.

DIE HAUT


Stellen sie sich ein Gewebe vor, welches meterlang ist, gleichzeitig für Erwärmung und Abkühlung sorgt, stabil ist, aber gleichzeitig sehr ästhetisch aussieht und vor allen Angriffen von Außen maßgeblich schützt. Die Haut des Menschen und die aller anderen Lebewesen besitzt alle oben aufgezählten Eigenschaften, auch wenn sie von Art zu Art unterschiedlich ausgebildet ist.

Die Haut ist wie die anderen Organe so wichtig, dass ohne sie ein Leben nicht möglich wäre. Bereits die Zerstörung eines relativ kleinen Haut-bereiches, kann wegen des dadurch entstehenden großen Flüssigkeitsver-lustes zum Tode führen. Allein mit dieser Eigenschaft ist die Haut ein Organ, welches die Evolutionstheorie widerlegt. Denn wenn alle anderen Organe vorhanden, die Haut aber nur zum Teil oder gar nicht entwickelt wäre, könnte das Lebewesen nicht am Leben bleiben. Und das zeigt uns, dass alle Körperteile der Menschen und Tiere ohne Mangel und Fehler zusammen entstanden sein müssen, also erschaffen worden sind. Unter der Haut, die aus unterschiedlichen Bestandteilen besteht, befindet sich eine Fettschicht, die eine wärme isolierende Eigenschaft hat. Darüber ist eine Schicht, die der Haut Elastizität gibt und die zum größten Teil aus Proteinen besteht.

Die äußere Schicht der Haut lässt unseren Körper ästhetisch aussehen und schützt sie vor den Gefahren die von Außen drohen. Schon an diesen beiden Eigenschaften allein erkennen wir, wie wichtig die Haut für uns ist. Alle Funktionen der Haut sind von großer Bedeutung, hier einige von ihnen:

Sie reguliert den Wassergehalt im Körper: Die äußere Hautschicht ist nach außen wasserdicht. So wird die Kontrolle des Wassergehalts im Körper ermöglicht. Die Haut ist ein wichtigeres Organ als das Ohr, die Nase und sogar als das Auge. Ohne diese Sinnesorgane könnten wir überleben, aber ohne die Haut ist das unmöglich. Denn ohne die Haut können wir die lebenswichtige Flüssigkeit Wasser nicht im Körper bewahren.

Sie ist stabil und zugleich elastisch: In der äußeren Hautschicht befinden sich abgestorbene Zellen. Die darunter liegenden Hautschichten bestehen aus lebenden Zellen. Die oberen Hautzellen werden mit der Zeit zu einem festen Stoff, der Keratin genannt wird. Das Keratin hält die toten Zellen zusammen und es entsteht ein Schutzschild für den Körper. Man könnte denken, dass eine festere und dickere Haut, besseren Schutz bieten würde aber das ist ein Irrtum. Wenn unsere Haut so dick und fest wie die von Elefanten oder Nashörnern wäre, hätten wir keinen so leicht beweglichen Körper, wir wären plump und schwerfällig.

Bei keinem Lebewesen ist die Haut dicker als notwendig. In der Konstruktion der Haut steckt eine sehr genaue und kontrollierte Planung. Man stelle sich vor, die obersten Hautzellen stürben ständig ab und dieser Vorgang würde nicht im richtigen Moment anhalten. Die Haut würde immer dicker und nach einiger Zeit hätten wir eine so dicke Haut wie die von Krokodilen. Aber dazu kommt es nicht, unsere Haut hat immer die richtige Stärke. Doch woher wissen die Hautzellen, wann sie aufhören müssen?

Die Behauptung, die Zellen hätten selbst herausgefunden wann sie aufhören müssen oder dieses System sei durch Zufall entstanden, wäre wirklich unlogisch und belustigend. Die Beschaffenheit der Haut weist eine ausgezeichnete Planung auf. Die Quelle dieser Planung ist zweifellos Allah, der Eine und Einzige Herr der Welten.

Sie besitzt eine Wärmeregulierung: Die untere Hautschicht ist durchzogen von Kapillaren. Sie versorgen die Haut nicht nur mit Nährstoffen, sondern kontrollieren gleichzeitig die Blutmenge in der Haut. Wenn die Körpertemperatur steigt, weiten sich die Blutgefäße und lassen das überwärmte Blut in den äußeren, etwas kühleren Bereich laufen, wodurch die Wärme nach außen abgegeben wird. Eine weitere Methode, die Abkühlung des Körpers zu gewährleisten, ist Schwitzen. Der Mensch hat am ganzen Körper kleinste Hautöffnungen, die Poren. Diese reichen bis zu den Schweißdrüsen in der unteren Hautschicht. Die Schweißdrüsen entnehmen dem Blut Flüssigkeit und scheiden sie durch die Poren aus. Mit Hilfe der Körperwärme verdunstet die Flüssigkeit und der Körper kühlt ab.

Sie hält bei Kälte die Wärme im Körper: Bei Kälte verlangsamen die Schweißdrüsen ihre Arbeit und die Blut-gefäße verengen sich. So wird die Durch-blutung verringert und die Wärme wird im Körper zurückgehalten.

All diese Beispiele zeigen uns, dass unsere Haut ein speziell um uns das Leben einfacher zu machen konstruiertes, makelloses Organ ist. Die Haut ist ein Schutz-schild und Temperaturregler zugleich und durch ihre Elastizität bewirkt sie leichte Beweglichkeit. Darüber hinaus gibt sie uns ein ästhetisches Aussehen.

Stattdessen hätten wir auch eine dicke und grobe Haut haben können. Eine unelastische, die bei einer Gewichtszunahme zerreißen würde, oder die im Sommer wegen der Hitze zur Bewusstlosigkeit führen würde und uns in kalten Jahreszei-ten schnell erfrieren lassen würde. Doch Allah, der uns schuf, hat unseren Körper mit einer sehr bequemen, praktischen und sehr ästhetischen Hülle überzogen. Denn Er ist "Allah, der Schöpfer, der Urheber, der Formgebende". (Sure al- Haschr: 24)


DAS HERZ



Im menschlichen Körper durchfließen 100 Billionen einzelne Blutzellen das Kreislaufsystem. Die in der Darstellung rot gekennzeichneten Adern sind jene, die das stärker sauerstoffhaltige Blut befördern, die blauen hingegen, beinhalten das Blut mit dem geringen Sauerstoffanteil.

Die wichtigste Komponente des Kreis-laufsystems ist zweifellos das Herz. Das Herz besitzt vier unterschiedliche Kammern, durch die das frische und das verbrauchte Blut, ohne sich miteinander zu vermischen, gepumpt wird, und es besitzt Klappen die als Ventile fungieren.

Ohne unser Zutun schlägt das Herz in einem bestimmten Rhythmus unser ganzes Leben lang. Dies ist ein Beweis der Schöpfung. Noch im Mutterleib beginnt das Herz zu schlagen, mit einer Frequenz von 70-100 mal in der Minute arbeitet es ununterbrochen ein Leben lang; nur zwischen den einzelnen Herzschlägen ruht es sich eine Sekunde aus, insgesamt schlägt es etwa 10.000 mal am Tag. Wenn wir das auf das Lebensalter eines Menschen umrechnen, ergeben sich bei einem Durchschnittsalter von 76 Jahren mehr als 277 Millionen Herzschläge.

Der Funktion des Herzens weist eine sehr präzise und perfekte Planung auf. Von der Trennung des verbrauchten und frischen Blutes, der Aufgabe, den Blutdruck im Körper zu regulieren, dem Transport der Nährstoffe überallhin im Körper, bis hin zu den Systemen, die das Blut in der erforderlichen Menge pumpen, wurde für jedes Detail eine andere Eigenschaft geplant und dementsprechend gestaltet.
Im Wunderwerk Herz befindet sich ein System, dass zu komplex ist, um durch Zufälle entstanden zu sein. All diese Eigenschaften lassen uns ihren Designer erkennen, den Herrn aller Welten, Allah, der alles makellos und ohne ein Vorbild erschaffen hat.

Hier einige Eigenschaften des Herzens:

Das Herz wurde an einer der sichersten Stellen im Körper platziert: Das lebenswichtige Organ wurde im Licht einer perfekten Planung im Brustkorb platziert und ist vor Stößen und Gefahren von Außen geschützt.

Frisches und verbrauchtes Blut werden nie vermischt: Im Herz sind frisches und verbrauchtes Blut ständig in Bewegung. Mittels eines speziellen Gewebes ist das Herz in vier verschiedene Kammern geteilt. Die aus dem linken und dem rechten Flügel bestehenden oberen Kammern sind die Füllkam-mern. Sie schicken das einströmende Blut in die unteren Kammern. Durch das hier herrschende Druckgleichgewicht wird ein Vermischen verhindert.

Der Blutdruck wird den Organen angepasst ohne ihnen zu schaden: Das Herz arbeitet nicht wie eine einzelne Pumpe, sondern wie zwei nebeneinander existierende Pumpen, die periodisch wechselnd arbeiten. Jede Pumpe hat ihre eigene Herzkammer und Vorhöfe. Diese Teilung spiegelt sich auch im Kreislaufsystem wieder. Während die rechte Seite das venöse (verbrauchte) Blut mit einem verhältnismäßig niedrigem Druck in die Lunge pumpt, pumpt die linke Seite mit einem höheren Druck das arterielle (frische) Blut überall in den Körper. Dieses Druckverhältnis ist für den Körper äußerst wichtig, denn wenn das Blut mit dem Druck des arteriellen Blutes in die Lunge gepumpt würde, könnte die Lunge diesem Druck nicht standhalten und würde zerreißen. Durch diese perfekte Druckabstimmung kommt es nie zu solchen Problemen in der Lunge. Denn dem Herz liegt eine makellose Planung zu Grunde.



Das Herz besitzt mit vier unterschiedlichen Kammern, durch die das frische und das verbrauchte Blut, ohne sich miteinander zu vermischen, gepumpt wird, sowie mit Klappen, die als Sicherheitsventile fungieren, eine auf unglaublich empfindlichen Gleichgewichten basierende Konstruktion.

Es versorgt den Körper mit verschiedenen Nährstoffen: Das arterielle Blut, wird über die Aorta in das Gewebe geleitet, und die Arterien die von dort abgehen, transportieren den Sauerstoff in die Zellen.

Es besitzt äußerst regelmäßig arbeitende Herzklappen, die die Blutflussrichtung organisieren: Jede Kammer des Herzens besitzt Herz-klappen, die ein Zurückströmen des Blutes verhindern. Diese Klappen, die sich zwischen den Herzvorhöfen und den Herzkammern befinden, bestehen aus faserigen Geweben. Diese werden von dünnen Muskeln gehalten. Beim Ver-sagen einer einzigen Muskelfaser strömt mehr Blut in die Herzvorhöfe und dies führt zur Herzschwäche, was wiederum tödlich enden kann. So ein Problem entsteht nur im Falle einer Erkrankung. Ansonsten kann das nicht passieren.

Es passt sich den Anforderungen des Kreislaufs an: Das Herz reguliert die Blutströmung je nach den Bedürfnissen des Körpers. Im normalen Zustand schlägt das Herz etwa 70 mal pro Minute. Bei sportlichen Aktivitäten benötigen unsere Muskeln mehr Sauerstoff, dann beschleunigt unser Herz sein Tempo bis auf 180 Schläge pro Minute und erhöht dadurch die Blutdurchströmung. Was würde geschehen, wenn so ein Ausgleich nicht stattfinden würde? In einer Situation, in der der Körper mehr Energie benötigt, das Herz aber in seinem normalen Takt arbeitete, würde es im Körper zu großen Schäden kommen. Aber durch die vollkommene Konstruktion des Herzens kann das nicht passieren. Ohne unseres Eingriffs oder Regulierung zu bedürfen, reguliert und pumpt unser Herz das Blut ganz von selbst.

Es arbeitet zuverlässig ohne unsere Kontrolle: Die erforderliche Blut-menge wird von einem speziellen Nervensystem kontrolliert. Egal, ob wir wach sind oder schlafen, das Nervensystem reguliert ganz allein die Stärke und die Geschwindigkeit der Blutströmung. Die Konstruktion, die ohne Hilfe bestimmt, wann und wo der Körper wie viel Blut braucht, ist mit einem Wort als makellos zu bezeichnen. Da das Herz dies alles nicht durch Eigeninitiative verwirklichen kann, noch dies durch Zufall geschieht, muss es erschaffen worden sein. Allah, der ein unendliches Wissen besitzt, schuf es ohne einen Fehler und Mangel.

Es arbeitet mit einem eigenen elektrischen System: Die Herzmuskulatur, die unser Herz schlagen lässt, ist von völlig anderer Beschaffenheit, als die restlichen Muskeln in unserem Körper. Die Muskelzellen im Körper ziehen sich dann zusammen, wenn das Nervensystem sie anregt. Die Zellen der Herzmuskeln jedoch ziehen sich selbständig zusammen. Diese Zellen haben die Fähigkeit, ihre eigenen elektrischen Impulse zu erzeugen und auszusenden. Obwohl jede Zelle diese Fähigkeit besitzt, zieht sich keine Zelle unabhängig voneinander zusammen. Dabei verhalten sie sich nicht entgegengesetzt der Anweisungen des elektrischen Systems, dass diese Zellen kontrolliert. Das heißt, sie erzeugen kein Chaos, indem eine Zelle sich entspannt, während die andere sich zusammenzieht, wodurch die Funktion des Herzens unterbrochen würde. Diese Zellen, die sich in einer kettenartigen Anordnung befinden, bewegen sich miteinander entsprechend der seitens des elektrischen Systems übermittelten Befehle. Wieder sehen wir eine ausgezeichnete Harmonie.

Wie alle anderen Eigenschaften des Herzens, zeigt uns auch seine Physiologie das ausgezeichnete Design, die Tatsache, erschaffen worden zu sein. Dadurch lässt es uns unseren Schöpfer erkennen, Allah, den Herrn der Welten, der nicht in Erscheinung tritt, aber in allem Erschaffenen uns sich Selbst offenbart:

Derart ist Allah, euer Herr! Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Schöpfer aller Dinge; so dient Ihm alleine. Und Er ist der Hüter aller Dinge. (Sure al-An'ãm: 102)


DIE HAND



Wie entwickelt eine Roborterhand auch sein mag, kann sie niemals die Besonderheiten einer menschlichen Hand besitzen.

Unsere Hand, die uns ermöglicht, einige sehr gewöhnliche Aufgaben, wie das Umrühren eines Tees, das Umblättern einer Zeitung oder das Schreiben, durchzuführen, funktioniert in Wirklichkeit als ein unglaubliches Wunder der Ingenieurkunst.

Die wichtigste Eigenschaft der Hand ist, dass sie in ganz unterschiedlichen Bereichen leistungsfähig ist. Unsere Arme, die zahlreiche Muskeln und Nerven besitzen, helfen unserer Hand dabei, Gegenstände kräftig oder leicht zu greifen, je nach Bedarf. Zum Beispiel kann die Hand eines Menschen, zur Faust geballt, einem Gegenstand einen Schlag mit einer Kraft von 45 kg versetzen. Auf der anderen Seite kann sie auch ein Blatt Papier mit einer Dicke von nur 0.1 Millimetern zwischen ihrem Daumen und Zeigefinger fühlen.

Wie man sieht, haben diese beiden Aufgaben völlig unterschiedliche Anforderungen. Während die erste Aufgabe große Kraft erfordert, benötigt die andere eine hohe Sensibilität. Doch wir denken keine Sekunde lang daran, den Kraftunterschied zwischen beiden zu bemessen, während wir das Papier in der Hand halten oder einen Faustschlag versetzen. Wir sagen nie "Jetzt werde ich ein Papier in meine Hand nehmen, darum werde ich einen Druck von 40 Gramm ausüben", oder "jetzt werde ich den Eimer voll Wasser tragen, dazu brauche ich eine Kraft von 5000 Gramm." Solche Gedanken kommen uns nie in den Sinn.

Denn die menschliche Hand wurde so konzipiert, dass sie all diese Aufgaben durchführen kann. Die Hand wurde mit all ihren Eigenschaften und mit allen von ihr benötigten Strukturen gleichzeitig erschaffen.

In der Struktur der Hand gibt es viele Einzelheiten. Sie besitzt kleinere Strukturen neben den Muskeln und Nerven. Die Fingernägel sind keine unnötigen Zubehörteile. Eine Nadel heben wir mit den Fingernägeln vom Fußboden auf. Mit Hilfe der Finger und der rauen, reliefartigen Oberfläche an den Fingerkuppen fassen wir auch kleine Gegenstände ganz leicht. Noch wichtiger ist, dass die Fingernägel eine große Rolle bei der Abstimmung des empfindlichen Druckes spielen, den die Finger auf die Gegenstände die sie halten, ausüben.
Eine andere Eigenschaft unserer Hand, die sie von anderen Organen unterscheidet, ist, dass sie nicht müde wird.

Eine der größten Bemühungen der Welt der Medizin und Wissenschaft ist, eine menschliche Hand künstlich herzustellen. Die bis jetzt hergestellten Roboterhände besitzen zwar die gleiche Kraft wie die menschliche Hand; dennoch ist es nicht möglich, das gleiche für die Empfindlichkeit beim Tasten, für die ausgezeichnete Manövrierfähigkeit und für die Fähigkeit, verschiedene Aufgaben durchzuführen, zu sagen.

Tatsächlich stimmen viele Wissenschaftler darin überein, dass eine Roboterhand, die alle Funktionen der menschlichen Hand besitzt, nicht hergestellt werden kann. Der Ingenieur Hans J. Schneebeli, der die als "Karlsruher Hand" bekannte Roboterhand erfunden hat, sagt dazu: "Je mehr ich mit Roboterhänden wissenschaftlich experimentiere, desto mehr wundere ich mich über die Hände, die die Menschen besitzen. Um nur eine begrenzte Zahl der Tätigkeiten zu erreichen, die die menschliche Hand durchführt, wird noch viel Zeit vergehen."

Die Hand arbeitet normalerweise in Koordination mit dem Auge. Die Signale, die das Auge wahrnimmt, werden dem Gehirn übermittelt, und die Hand bewegt sich entsprechend dem neuen Befehl, der vom Gehirn gegeben wird. Selbstverständlich geschieht dies in sehr kurzer Zeit, ohne dass wir uns besonders darum bemühen müssten. Roboterhände bewegen sich, indem ihre Informationen entweder auf Sehen oder auf Tasten beruhen. Für jede Bewegung müssen unterschiedliche Befehle gegeben werden. Roboterhände können bestimmte unterschiedliche Funktionen nicht ausführen. Eine Roboterhand, die Klavier spielt, kann zum Beispiel keinen Hammer halten und eine Roboterhand, die einen Hammer halten kann, kann kein Ei halten, ohne es zu zerbrechen. Als Folge der zahlreichen wissenschaftlichen Forschungen sind heutzutage einige Roboterhände in der Lage, diese 2-3 verschiedenen Tätigkeiten durchführen zu können, aber diese sind noch nicht ausgereift, wenn man sie mit den Fähigkeiten der menschlichen Hand vergleicht.

Die Vollkommenheit des Designs der Hand wird noch klarer, wenn wir beachten dass beide Hände der Menschen gleichzeitig in ausgezeichneter Harmonie arbeiten.

Die Hand ist ein Organ, das von Allah besonders für die Menschen entworfen wurde. Mit all ihren Eigenschaften zeigt sie uns die Vollkommenheit und die Einzigartigkeit in der Kunst der Schöpfung Allahs.


DAS ERGEBNIS


Diese ausgezeichneten Mechanismen, die der menschliche Körper besitzt, funktionieren meistens, ohne dass wir sie bemerken. Das Schlagen des Herzens, die Funktion der Leber, die Erneuerung der Haut verwirklichen sich alle außerhalb unseres Bewusstseins. Das Gleiche gilt auch für Hunderte von Organen, die wir hier nicht erwähnen. Wir haben keine Ahnung davon, dass die Nieren das Blut filtrieren, dass der Magen die Nahrung, die wir zu uns nehmen, verdaut und wir kennen nicht die Bewegungen der Gedärme und die harmonische Funktion der Lungen, die uns das Atmen ermöglichen.

BUNTE EINSICHT


IN DEN MENSCHLICHEN KÖRPER


DER KNOCHEN ENTSTEHT


Die auf dem obigen Bild dargestellten Gewebe, sind die Grundsteine eines sich entwickelnden Knochens. Diese Gewebe, die uns auf den ersten Blick an einen Stapel von Brettern erinnern, werden sich später in feste und widerstandsfähige Knochen umwandeln.



DIE LUFTRÖHRE


Die grünfarbigen Fortsätze arbeiten wie ein Luftfilter. Ihre Funktion ist es, die eingeatmete Luft zu reinigen. Die Fortsätze sind mit einem klebrigen Schleim beschichtet. Auf diese Weise wird verhindert, dass Fremdkörper in die Lunge eindringen.

Der Mensch bemerkt nur dann die Wichtigkeit dieser ausgezeichneten Mechanismen, deren Gesamtheit den Körper bildet, wenn er krank ist oder wenn eins seiner Organe nicht funktioniert.

Wie aber ist dieser ausgezeichnete Mechanismus, den wir besitzen, entstanden? Sicherlich ist es für einen vernünftigen und gewissenhaften Menschen nicht schwierig, zu verstehen und zu fühlen, dass dieser Körper erschaffen wurde.

Die Behauptung der Evolutionisten, die vorbringen, dass dieser Körper durch Zufälle entstanden ist, ist überaus komisch. Denn die Anhänger der Evolution schieben vor, dass die Zufälle einen Organismus bilden, indem sie aneinander angefügt werden. Der menschliche Körper jedoch, kann nur dann vollkommen funktionieren, wenn seine Organe alle zusammen vorhanden sind. Ein Mensch ohne Nieren, Herz oder Darm kann nicht leben. Der Mensch kann auch nicht leben, wenn diese Organe ihre Funktionen nicht erfüllen, obwohl sie vorhanden sind.
Aus diesem Grund muss der menschliche Körper als ein Ganzes vollständig bestehen. Wenn wir diese Wahrheit anders ausdrücken wollen, dann können wir auch sagen, dass der menschliche Körper erschaffen wurde.

Wir erschufen euch. Warum wollt ihr dann die Wahrheit nicht annehmen? Was meint ihr? Was bei euch an Samen austritt: Habt ihr es erschaffen oder sind Wir die Schöpfer? Wir haben über euch den Tod verhängt. Doch Wir sind nicht daran gehindert, euch gegen euresgleichen auszutauschen und euch in einen Zustand zu versetzen, den ihr nicht kennt. (Sure al-Waqi'a: 57-61)


1.HERZGEWEBE
2.MAGENGEWEBE
3.LUNGENGEWEBE (1)
4.GEWEBE ALLGEMEIN
5. NETZHAUTGEWEBE
6.LUNGENGEWEBE (2)
7.DAS GEWEBE DES INNENOHRS
8.ZERSTÖRENDES GEWEBE
9.ROTE BLUTKÖRPERCHEN