DIE TARNUNGSTECHNNIK

NATUR UND TECHNOLOGIE

DIE TARNUNGSTECHNNIK


Auf dem linken Bild gibt es zwei Ameisen und eine Springspinne. Es gibt keine andere Möglichkeit als die Beine zu zählen, um zu erkennen, welches die Ameisen und welches die Spinne ist.

Wenn man gefragt werden würde, was auf dem obigen Bild zu sehen ist, würde man definitiv sagen, dass es sich um einige Ameisen auf und unter einem Blatt handele.

Was man jedoch unter dem Blatt sieht, ist eine Springspinne, die auf der Lauer liegt, um Ameisen zu jagen. Diese Art der Springspinnen sieht den Ameisen so ähnlich, dass sogar die Ameisen glauben, sie sei eine von ihnen. Der einzige Unterschied zwischen der Ameise und der Spinne ist die Zahl ihrer Beine. Die Spinne hat acht Beine, während die Ameise sechs hat.

Wegen dieses Unterschieds könnte die Spinne leicht von den Ameisen erkannt werden. Um "diesen Nachteil" zu verdecken, streckt sie ihre beiden Vorderbeine aus und hebt sie hoch, so dass die den Fühlern der Ameisen ähneln.

 

WIE BEWEGT SIE SICH AUF DEM SAND?


Diese in der Wüste lebende Schlange kann sich auf dem Sand erstaunlich schnell bewegen. Sie zieht dazu ihren Brustmuskel stufenartig zusammen und bewegt so ihren Körper in S-Form.
Zuerst krümmt sie ihren Körper, hebt ihren Kopf an und hält ihn in der Luft. Während der Vorgang des Zusammenziehens, der diese Bewegung gewährleistet, zu ihrem Schwanz weiterrückt, berührt ihr Kopf nach einem Schubs nach vorne den Boden. Inzwischen hat diese gewellte Bewegung den Schwanz der Schlange erreicht. Eine neu beginnende Welle gewährleistet, dass der Schwanz sich vom Sandboden hebt und die Höhe des Kopfes der Schlange erreicht. Auf diese Weise kommt die Schlange vorwärts wobei sie parallele Spuren hinterlässt.
Da Schlangen ihre Beute beim fressen nicht festhalten können, schlucken sie sie ungeteilt, also in einem Stück ab. Zumeist ist die Beute breiter als ihr eigenes Maul. Aus diesem Grund sind die einzelnen Segmente ihres Schädels, also Oberkiefer und Unterkiefer nur locker miteinander verbunden. Beim Fressen kann die Schlange ihre beiden Kieferhälften weit voneinander trennen, um so auch größere Beutetiere fressen zu können. Zusätzlich ist der Unterkiefer geteilt und beidseitig getrennt beweglich. So ist es der Schlange möglich, durch Kaubewegungen die Beute nach hinten in den Rachen zu schieben. Auf den Bildern links sieht man, wie einfach die Schlange ein Ei frisst, das viel größer als ihr Kopf ist.

Doch damit hört ihre Tarnung nicht auf. Die Spinne benötigt auch ein Augenmerkmal, das sie wie eine Ameise erscheinen lässt. Denn ihre eigenen Augen sind nicht so groß und nicht in der Form eines dunklen Punktes wie die Augen der Ameisen. Eine Eigenschaft, die der Spinne durch die Schöpfung verliehen wurde, löst dieses Problem: Sie besitzt zwei große dunkle Flecken, die genau den Augen der Ameisen ähneln (siehe Abbildung).


DIE KLAPPERSCHLANGE


Die Hitze-Detektoren, die sich in den Gesichtshöhlen an der Vorderseite des Kopfes der Klapperschlange befinden, erkennen die Infrarot-Strahlen, die durch die Körpertemperatur ihres Opfers verursacht werden. Diese Wahrnehmung ist so empfindlich, dass die Schlange einen Temperaturunterschied von 1/300 Grad in ihrer Umgebung feststellen kann. Sie kann mit Hilfe ihrer gespaltenen Zunge, die ihr Geruchsorgan ist, ein Eichhörnchen, das sich bewegungslos in der Dunkelheit etwa einen halben Meter vor ihr befindet, wahrnehmen. Nachdem die Schlange den Ort ihrer Beute festgestellt hat, nähert sie sich bis zu ihrem Angriffsabstand. Dann spannt sie ihren Hals wie einen Bogen an und stürzt sich mit großer Geschwindigkeit auf ihre Beute. Dabei schlägt sie ihre Giftzähne, die auf kräftigen Kiefern sitzen, die sie bei Bedarf bis zu 180 Grad aufsperren kann, in die Beute. Das ganze geschieht mit einer Geschwindigkeit, die mit der Geschwindigkeit eines Autos vergleichbar wäre, das in einer halben Sekunde von 0 auf 90 km/h beschleunigt würde. Die Länge der Giftzähne, beträgt ungefähr 4 Zentimeter. Sie sind die tödliche Waffe der Klapperschlange. Das Innere dieser Zähne ist ausgehöhlt und mit den Giftdrüsen verbunden. Sobald die Schlange beißt, ziehen sich die Drüsenmuskeln zusammen und pressen das Gift mit großem Druck durch die Zähne in das Fleisch des Opfers. Das Gift der Schlange lähmt dessen Zentralnervensystem und führt dadurch zum Tod. Nur 0,028 g des Giftes mancher Schlangen ist so stark, dass es 125.000 Ratten töten könnte. Das Gift wirkt so schnell, dass dem Opfer keine Zeit verbleibt, der Schlange zu schaden. Anschließend schluckt die Schlange ihr Opfer mit ihrem hochdehnbaren Maul hinunter.


DER FEUERFISCH
Nachdem dieser leuchtend farbige Fisch, kleinere Fische zu Felseneinbuchtungen und kleinen Höhlen getrieben hat, versperrt er ihnen den Ausweg, indem er seine Brustflossen wie ein Fischernetz benutzt. Fische, die versuchen zu fliehen, sehen sich den giftigen Stacheln des Feuerfischs ausgesetzt. Das sehr starke Gift tötet sein Opfer unmittelbar.

Da jedermann weiß, dass Schlangen giftig sind, denkt niemand daran, wie das ganze stattfindet. Indessen ist es ziemlich erstaunlich und außerordentlich, dass ein Tier eine Technologie besitzt, die andere Lebewesen durch Gift töten kann. Diejenigen, die hartnäckig die Existenz Allahs verweigern, können natürlich nicht erklären, warum die Schlange solch eine bewundernswerte Fähigkeit besitzt. Denn das Giftsystem im Mund der Schlange ist ein sehr kompliziertes und hochentwickeltes System. Damit dieses System funktionieren kann, bedarf es ihrer hohlen speziellen Giftzähne, der sich daran befindlichen Giftdrüsen und eines starken Giftes, welches geeignet ist, ihre Gegner sofort zu lähmen. Außerdem muss es einen Reflex geben, der dieses System beim Biss der Schlange in Gang setzt. Wenn auch nur ein einziger Teil dieses Systems fehlen würde, würde es nicht funktionieren. Dann würde die Schlange Opfer des Tieres, welches sie selbst gejagt hat. Auch die einzigartigen Fähigkeiten der Schlange bei der Wahrnehmung von Temperaturunterschieden und Gerüchen zeigt uns, was für ein detailliertes Design wir gegenüberstehen.

Hier handelt es sich um eine außergewöhnliche Gabe, die wir nur als "Wunder" bezeichnen können. Es steht außer Frage, ob die Natur je ein Wunder schaffen könnte. Natur ist der Name für die gesamte Ordnung die wir um uns herum sehen. Natürlich ist der Gründer dieser Ordnung nicht die Ordnung selbst. Naturgesetze sind von Allah bestimmte und die Beziehungen zwischen den Geschöpfen regelnde Gesetze. Die Begriffe richtig bestimmen enthüllt die Wahrheit. Andererseits ist das Verwirren von Begriffen das charakteristische Merkmal der Ungläubigen. Sie tun das um die Fakten zu verbergen und die kristallklare Schöpfung zu leugnen. EIN UNGEWÖHNLICHER JÄGER:


DIE KAMPFMASCHINE: DER SKORPION


Der giftige Stachel
Das starke Gift des Skorpions, das in einigen Fällen auch Menschen töten kann, wird mit Hilfe eines sich an seinem Hinterleib befindlichen Stachels dem Feind eingespritzt.

Das Gehirn

Der Skorpion hat eine Gehirnstruktur, die aus 15 Nervenknoten besteht, die von seinem Kopf bis zu seinem Schwanz reichen. Diese Struktur des Gehirns birgt große Vorteile für seine Reflexbewegungen und das Gelangen der nötigen Befehle zu seinen Organen, wodurch er blitzschnelle Entscheidungen treffen kann.

Die Beine

Die Rezeptoren an seinen Beinen gewährleisten dem Tier, alle Bewegungen, Geräusche und Schwingungen wahrzunehmen. Diese Empfänger sind so empfindlich, dass der Skorpion die Schwingungen im Sand, die von einem sich in seiner Nähe befindlichen Lebewesen ausgehen, binnen einer tausendstel Sekunde wahrnimmt.

Die Scheren

Die Aufgabe der Scheren ist, ihr Opfer unwirksam zu machen, bevor der Skorpion mit seinem Stachel seine Beute sticht. Außerdem kann der Skorpion mit Hilfe dieser Scheren den Sand ausgraben und sich im Untergrund verstecken.

Das Abdomen

Der Unterleib des weiblichen Skorpions ist mit sehr empfindlichen Organen in Form von Kämmen versehen. Diese stellen den Härtegrad des Bodens fest und bestimmen damit den passendsten Platz für die Eiablage.

Die Lungen

In seinem Abdomen befinden sich 8 Atemlöcher. Wenn auch nur eins dieser Atemlöcher offen ist, kann der Skorpion mühelos atmen. Dank seiner kräftigen Lungen kann er zwei Tage lang unter Wasser bleiben.

Der starke Panzer

Seine äußere Schicht, die seinen Körper wie ein Panzer ringsum umhüllt, ist so widerstandsfähig, dass sie ihn nicht nur vor seinen Feinden, sondern auch vor radioaktiven Strahlungen schützt. Der Widerstand gegen radioaktive Strahlung des menschlichen Körpers ist etwa nur 600 rad, dagegen zeigt der Skorpion eine Toleranz von etwa 40.000 - 150.000 rad.


DER KRÖTENFISCH (ANGLERFISCH)

 


Er bringt den Köder für die Fische.

Die Jagdmethode dieses Vogels, der sich von Fischen ernährt, ist erstaunlich.
Zuerst sucht der Vogel einen Köder für die Fische. Diesen trägt er ans Ufer, legt ihn aufs Wasser und beginnt zu warten.

Wenn sich die kleinen Fische um den Köder versammeln, um ahnungslos von diesem Futter zu fressen, fängt der Vogel mit einer schlagartigen Bewegung seine Opfer.



Er legt den Köder aufs Wasser und wartet.


Die Fische versammeln sich um den Köder.


Das der Tarnung dienende Äußere mancher Tiere gewährleistet ihnen einen großen Vorteil bei der Jagd. Zum Beispiel ist es nicht möglich, die Schlange auf dem obigen Bild zu erkennen, wenn sie sich im Sand versteckt. Für die auf diese Weise wartende Schlange ist es ziemlich leicht, ihre Beute zu fangen, die sich ahnungslos auf ihrer Nase befindet.



Ein weiteres mit der Fähigkeit der Tarnung ausgestattetes Tier, ist ein als Sternengucker bezeichneter Fisch. Der Fisch versteckt sich unter dem Meeressand, in dem er sich vollständig vergräbt. Auf dem Maul des Fisches gibt es eine gefranste, zahnähnliche Struktur. Er kann mit Hilfe dieses zahnähnlichen Organs, den man vom Sand nicht unterscheiden kann, leicht atmen. Er wartet in dieser Falle bis sich ein Opfer nähert und dann stürmt er rasant aus dem Sand und fängt es.

 

EIN GESCHICKTER JÄGER: DAS CHAMÄLEON


Die Zunge

Die Zunge des Chamäleons ist in seinem Maul wie ein Akkordeon zusammengefaltet. In der Mitte seiner Zunge gibt es einen Knorpel, der ein spitzes Ende hat. Wenn sich die kreisförmigen Muskeln in der Zungenspitze zusammenziehen, schnellt die Zunge heraus. Die Zunge des Tieres ist mit einer schleimigen und klebrigen Flüssigkeit bedeckt. Wenn das Chamäleon sich dem Opfer genügend weit nähert, öffnet es sein Maul und schleudert seine Zunge blitzartig auf die Beute. Die Länge der klebrigen Zunge erreicht durch ineinander gefügte Muskeln das 1,5 -fache ihrer Ausgangsgröße. Die Zeitspanne, in der die Zunge die Beute fängt und sich in das Maul zurückzieht, beträgt nur eine zehntel Sekunde.


Die Tarnung


Wenn es sich um Tarnung handelt, ist das Chamäleon wohl das erste Tier an das man denkt. Es ändert seine Farbe gemäß der Oberfläche, auf der es sich befindet. Auf dem linken Bild kann man die Spur eines auf dem Rücken des Chamäleons kurz belassenen Farnes erkennen. Es wird angenommen, dass sowohl Veränderungen des Lichts, als auch der Temperatur eine Rolle bei diesen Reaktionen spielen. Jedoch ist sich das Tier dieser Fähigkeit, seine Farbe zu ändern, welche ihm großen Vorteil einbringt, nicht bewusst. Ohne dass das Tier etwas dazu leistet, ist sein Körper so erschaffen, dass es selbständig die Farbe der Stelle die es berührt, annimmt.




Dieser ausgezeichnet getarnte Tiger ist mit seiner Gewandtheit, seinen kräftigen Kiefern, seinen Krallen, seiner Schnelligkeit und Stärke zum perfekten Jäger erschaffen. Eine andere Eigenschaft des Tigers ist, dass er sich während der Jagd nie in Windrichtung anschleicht. Denn wenn der Wind von hinten weht, trägt er den Tigergeruch zu seiner Beute und wird so bemerkt.
 

DIE VENUSFLIEGENFALLE








Der Fallenmechanismus der Pflanze wird durch einige sich auf der inneren Fläche der Blütenblätter befindlichen Haare ausgelöst.

Außer den bis jetzt erwähnten Raubtieren gibt es auch Pflanzen, die mit erstaunlichen Methoden "jagen". Eine davon ist die Venusfliegenfalle, die Insekten fängt und sich von ihnen ernährt.

Das Jagdsystem dieser Pflanze funktioniert so: Eine Fliege sucht Pflanzen nach Nahrung ab und trifft plötzlich auf eine äußerst attraktive Blume. Was die Venusfliegenfalle, deren Form an Hände erinnert, die eine Schüssel halten, so reizvoll macht, sind ihre lockende rote Farbe und noch wichtiger, der süße Duft, der durch die Blumenblätter umgebende Drüsen abgesondert wird. Die Fliege wird durch diesen unwiderstehlichen Duft angezogen. Sie setzt sich ohne zu zögern auf die Blume. Dabei berührt sie zwangsläufig die scheinbar harmlosen Haare, die sich auf der Blume befinden. Nun klappt die Pflanze ihre Blütenblätter zu, und die Fliege wird zwischen den festen Blättern eingeklemmt. Jetzt beginnt die Venusfliegenfalle eine "Verdauungsflüssigkeit" abzusondern. Damit wandelt sie das Insekt in kurzer Zeit in eine gallertartige Masse um. Nun verzehrt die Pflanze das Insekt vollständig, indem sie es aufsaugt.

Die Geschwindigkeit der Pflanze beim Fangen der Fliege ist bemerkenswert. Die Pflanze ist dabei viel schneller als die maximale Schnelligkeit der Hände eines Menschen. Wenn man versucht, eine auf der Handfläche sitzende Fliege durch Schließen der Hand zu fangen, wird man in aller Regel nicht schnell genug sein, die Pflanze dagegen hat Erfolg. Wie kann sich eine Pflanze, die keine Muskeln oder Knochen hat, so schnell und geschickt bewegen?

Forschungen haben gezeigt, dass in der Venusfliegenfalle ein elektrisches System arbeitet. Das System funktioniert folgendermaßen: Die Landung der Fliege auf den Härchen der Pflanze lässt einen mechanischen Impuls entstehen der unter den Haaren befindlichen Rezeptoren übermittelt wird. Wenn dieser Stoß stark genug ist, senden die Rezeptoren elektrische Signale entlang des Blattes. Diese Signale werden zu den Bewegungszellen, die die Blätter blitzschnell zuklappen können, getragen; der Mechanis-mus, der die Fliege schluckt, ist aktiviert.

Außer dem Warnsystem der Pflanze besitzt auch das mechanische System, durch das sich die Blätter schließen, hervorragende Eigenschaften der Schöpfung. Sobald die Zellen, die sich an der Innenseite der Pflanze befinden die elektrischen Signale empfangen, ändern sie sofort ihre Wasserkonzentration. Sie geben Wasser frei und ziehen sich zusammen. Dieser Vorgang ähnelt dem Ablassen der Luft aus einem Ballon. Währenddessen nehmen die Zellen außerhalb der Falle blitzschnell Wasser auf und schwellen an. Dadurch Klappt die Falle zu, ähnlich wie ein Mensch seinen Arm bewegt, wobei sich der Bizeps zusammenzieht während der Trizeps sich entspannt. Das nun innerhalb der Pflanze eingesperrte Insekt berührt die Haare immer wieder weil es andauernd zappelt. So entstehen immer wieder elektrische Signale und folglich pressen sich die Blätter noch fester zusammen. Unterdessen werden auch die Verdauungsdrüsen der Falle angeregt. Als Folge der Reize töten diese Drüsen mit ihren Absonderungen das Insekt und lösen es langsam auf. So ernährt sich die Pflanze vermittels ihrer Verdauungsflüssigkeit, die das Insekt in eine proteinreiche Suppe umgewandelt hat. Nach Ende der Verdauung funktioniert der Mechanismus, der für das Schließen der Falle sorgte, in umgekehrter Weise und öffnet die Blütenblätter wieder.

Das System besitzt noch eine weitere Eigenschaft: Um die Falle aktivieren zu können, müssen die Haare unbedingt zweimal nacheinander berührt werden. Die erste Berührung erzeugt die elektrische Ladung, aber die Falle schließt sich noch nicht. Die Falle wird erst bei einer zweiten Berührung geschlossen, nachdem die elektrische Ladung eine bestimmte Stärke erreicht hat und sich entlädt. Wegen dieses "Doppelauslösers" wird die Fliegenfalle niemals umsonst geschlossen. Zum Beispiel aktiviert sie sich nicht, wenn ein Regentropfen darauf fällt.



Die Fliege bewegt die Haare und die Reaktion beginnt.
Die elektrischen Reizungen, welche durch chemische Reaktionen entstehen, breiten sich entlang des Blattes aus.
Und die Blume fängt die Fliege!

Denken wir nach über dieses beeindruckende Jagd-system. Damit die Pflanze ihre Beute fangen und verdauen kann, muss das gesamte System vollständig vorhanden sein. Fehlte auch nur ein einziges Teil, würde die Pflanze absterben. Wenn es zum Beispiel die Härchen innerhalb des Blütenblattes nicht gäbe, würde die Reaktion nicht beginnen und die Falle sich nicht schließen, obgleich das Insekt sich innerhalb der Pflanze befindet. Wenn die Pflanze ein vollkommenes Fangsystem besäße, aber keine Verdauungsabsonderungen hätte, auch dann würde das System unbrauchbar sein. Kurz gesagt, wenn das System fehlerhaft ist, bedeutet es für die Pflanze den Tod.

Die Pflanze muss alle Eigenschaften, die wir erwähnt haben, bereits bei ihrer Erschaffung besessen haben. Sicherlich hat sich eine Pflanze nicht durch eine plötzliche Veränderung in einen Jäger verwandelt. Zweifellos ist es auch nicht "die magische Kraft des Zufalls", die sie zu einem so geschickten Jäger macht.
Der wichtigste Punkt dabei ist, dass dieser tüchtige Jäger keine Denkfähigkeit besitzt. Wenn dieses Lebewesen statt einer Pflanze ein Tier wäre, würden die Evolutionisten wohl behaupten, dass das Tier sich selbst mit Hilfe der Natur so entwickelt habe.

Doch dieses System gehört einem Lebewesen, welches über kein Gehirn verfügt; folglich ist es sicher, dass es kein Bewusstsein hat. Die Pflanze merkt gar nicht, dass sie jagt. Sie ist mit einem System erschaffen worden, durch das sie sich wie alle anderen Pflanzen mühelos ernähren kann.

DIE HAARE DES SONNENTAUS

Die Blätter dieser Pflanze sind über und über mit langen roten Härchen besetzt. Die Spitzen dieser Härchen sind mit einer Flüssigkeit bedeckt, die einen für Insekten anlockenden Geruch absondert. Eine weitere Eigenschaft dieser Flüssigkeit ist, dass sie klebrig ist. Ein Insekt, das sich der Quelle des Geruchs nähert, bleibt an diesen klebrigen Haaren hängen. Je mehr das Insekt versucht sich zu retten, desto schneller verbiegen sich die Haare und umfassen es noch kräftiger. Das Insekt, das sich nicht mehr bewegen kann, wird in einer proteinzersetzenden Absonderung verdaut. Das Bewegungssystem dieser Pflanze ähnelt dem der Venusfliegenfalle. Die Haare an ihrer Spitze und ihrem Stiel schwingen und die in den Wurzeln dieser Haare entstehenden elektrischen Reizungen starten die Reaktion.

DIE VERTEIDIGUNGSTECHNIKEN



Dieses Tier, dass wie eine furchterregende Schlange aussieht, ist in Wirklichkeit nichts anderes als eine, ein paar Zentimeter große, Raupe...

Das Tier auf der rechten Seite ist keine Schlange, sondern eine kleine Raupe. Ja richtig, nur eine kleine Raupe. Durch ihr Aussehen, das einer Schlange gleicht, schützt sie sich vor ihren Feinden. Wenn dieses kleine Lebewesen in Gefahr ist, biegt es sich weit zurück und pumpt seinen Hinterleib auf. Es sieht dann genau wie eine furchterregende Giftschlange aus... Natürlich hat der erschrockene Feind nur noch die Möglichkeit zu fliehen und sich vor der vermeintlichen Schlange zu retten...

Der Hinterleib der Raupe sieht einer Schlange dermaßen ähnlich, dass sogar in den dunklen Flecken, die das Schlangenauge nachahmen sollen, der Glanz des Auges nicht fehlt. Die Raupe, die sich nur sehr langsam bewegen kann und damit normalerweise für ihre Feinde eine leichte Beute wäre, schafft es durch diese wunderbare Besonderheit ihres Körpers, sich vor vielen Gefahren zu schützen.

Wie aber hat die Raupe diese Eigenschaft gewonnen? Solch ein erstaunliches Design, bedarf einer hinreichenden Erklärung. Betrachten wir die möglichen Antworten auf diese Frage:

Szenario 1: Eine Raupe, die vor Jahren eine Lösung suchte, um sich vor ihren Feinden schützen zu können, fing an, ihre Umgebung vorsichtig zu beobachten. Eines Tages bemerkte sie, dass alle ihre Gegner sich vor Schlangen fürchten. Sie sah ihren Körper an und entschied sich, sich einer Schlange anzugleichen. Wir können zwar nicht erklären, wie sie ihr Aussehen, die Farbe ihrer Haut und die Form ihres Körpers einer Schlange angleichen wollte, nehmen aber an, sie habe es irgendwie geschafft. Doch sie hat für solch eine Verände-rung nur wenig Zeit. Sie verbringt nur einen sehr kurzen Teil ihres Lebens als Raupe, danach wandelt sie sich in einen Schmetterling um und fliegt davon.

Bei der Veränderung ihres Körpers ist es sehr wichtig, dass nichts fehlt. Denn für die "Erprobung" ihres neuen Hinterleibs bleibt ihr nur ein einziger Versuch. Wenn der fehlschlägt und sie es nicht schafft, ihren Feind zu täuschen, verliert sie ihr Leben. Natürlich muss sie während ihrer "Umbauarbeiten" ihr "normales" Leben fortführen. Wenn sie dennoch Glück hat und kein Opfer ihrer Feinde wird, schafft sie es, alle Schwierigkeiten zu überwinden und ihrem Hinterleib das Aussehen einer Schlange zu geben.

Szenario 2: Bäume, Blumen, Insekten, Himmel, Wasser, Regen, Sonne etc., alle Kräfte der Welt also vereinigten ihre Kräfte und be-gründeten ein System. In diesem System gaben sie auch der Raupe ihren neuen Hinterleib!



Allah ist der Schöpfer aller Dinge, und Er ist aller Dinge Erhalter. ( Sure az-Zumar: 62)

Szenario 3: Der Zufall hat der Raupe einen einer Schlange ähnelnden Hinterleib verliehen, wie er auch allen anderen Lebewesen ihre sonstigen Eigenschaften gibt.

Mann muss nicht sehr klug sein, zu erkennen, dass diese grundsätzlich der Evolutions-theorie angelehnten Szenarien unsinnig sind! Weder ist die Raupe ein intelligenter Beobachter oder Designer, noch existiert auf der Welt ein System, das planerische oder schöpferische Fähigkeiten besitzt. Weder kann ein Lebewesen nach Belieben ausgefeilte Besonderheiten annehmen oder sich selbst verändern und sich in ein neues Lebewesen umwandeln, noch existiert solch ein Mechanismus. (Dieses Thema wird im Teil "Der Evolutionsschwindel" detaillierter beschrieben.)

Eigentlich wissen auch die, die die Natur als eine hochbegabte Maschinerie ansehen und Er-klärungen wie: "die Natur hat es hervorgebracht", "Naturwunder", "Mutter Natur" usw. verwenden, sehr genau, dass das, was sie als "Natur" benennen, aus nichts anderem als Luft, Wasser, Erde, Tiere und Pflanzen besteht, anders gesagt, die Welt und das Sonnensystem, in dem sie sich befinden, bilden die Natur. Wenn man diesen Menschen sagte, dass die "Welt" alle Lebewesen, alle Schönheiten erschaffen hätte, oder dass es sich dabei um "Werke der Erde" handele, würden sie darüber wohl nur lachen. Trotzdem hat die mit den Begriffen "Natur" und "Urkraft" gespickte weit verbreitete Propaganda es beinahe geschafft, dass die Natur als eine bewusste Kraft angenommen wird.

In diesem Abschnitt des Sites werden wir die Verteidigungssysteme mancher Lebewesen in der Natur erforschen. Dabei ist der wichtigste Punkt, dass die Natur auf dem Gleichgewicht des Verhältnisses zwischen Jäger und Gejagten basiert.

Dieses Verhältnis ist auf einem derart empfindlichen Gleichgewicht aufgebaut, dass seit Millionen von Jahren verschiedene Lebewesen andere Lebe-wesen fressen, aber dennoch diese Tierarten nicht aussterben. Wenn im Kreis-lauf des Fressens und des Gefressenwerdens eine wichtige Art ausgerottet würde, würde eine große Unausgeglichenheit entstehen. Wenn zum Beispiel die Ameisenfresser ausgerottet würden, würden sich die Ameisen in kürzester Zeit über große Gebiete ausbreiten.


SICH TOT ODER VERLETZT STELLENDE TIERE


Außer ein-zwei Ausnahmen bevorzugen die “Jagdtiere” eine lebende Beute. Aasfleisch von toten Tieren ist bei ihnen meist nicht so beliebt. Genau diese Neigung bildet die Grundlage der Verteidigung mancher Tiere.
Der Amerikanische Bärenspinner stellt sich tot. Jedoch besitzt er noch einen weiteren Trick. Wenn er sich auf die Seite fallen lässt, kann der Feind den orangefarbigen Fleck an seinem Körper sehen. Die leuchtende Farbe signalisiert dem Feind, dass dieses Insekt ganz scheußlich schmeckt. Ohne Zweifel besitzt dieser Bärenspinner keinen Verstand um sich solch einen “Trick” auszudenken, noch besitzt er die Begabung seinen Körper so zu verfärben, dass diese Farbe ein Zeichen scheußlichen Geschmacks darstellt. Er wurde bereits mit dieser interessanten Besonderheit erschaffen.
Der Regenpfeifer ist ein Vogel, der so tut, als wäre er verletzt, um den Feind von seinen Jungen abzulenken. Er zieht einen Flügel nach, als wäre er gebrochen. Der Angreifer verfolgt ihn, denn ein verletzter Vogel ist leicht zu fangen. Hat der Regenpfeifer den Feind weit genug von seiner Brut weggelockt, fliegt er wieder zu seinen Jungen zurück.
Ein anderes Tier, dass sich tot stellt, ist
die Hakennatter. Sie rollt sich auf den Rücken und sperrt das Maul weit auf. Sie bewegt sich nicht ein bisschen, genauso wie eine Tote Schlange.
Der Beutelratte, auch Opossum genannt, wurde die Eigenschaft gegeben, sich für ihren Schutz tot zu stellen. Weil der Angreifer sie für tot hält, lässt er sie in Ruhe. Das Opossum spielt seine Rolle so vollkommen, das sein Herz fast aufhört zu schlagen. Natürlich ist der verlangsamte Herzschlag keine später gewonnene Besonderheit, sondern eine bei seiner Schöpfung gegebene Begabung.

Wenn der schadhafte Eingriff des Menschen in das Gleichgewicht der Natur nicht erfolgt, läuft der Kreislauf des Fressens und Gefressenwerdens in großer Harmonie weiter. Die wichtigsten Systeme, die für den Fortbestand des Gleich-gewichts sorgen, sind die Jagd- und Verteidigungssysteme der Lebewesen. Auf den vorherigen Seiten haben wir Lebewesen gesehen, die mit sehr eigenartigen Jagdsystemen ausgestattet sind und damit ihren Fortbestand sichern. Doch wenn es in der Natur nur Arten gäbe, die über angreifende Systeme verfügen, würden diese die Futterkandidaten bildenden Lebewesen übermäßig dezimieren, und zur Ursache der Ausrottung dieser Arten werden. Wenn diese Lebe-wesen verschwänden, würden auch die Tiere, die sich von ihnen ernähren verhungern und so würde die Natur ins Verderben geraten.

Auch dieses Problem wurde in der von Allah begründeten großen Har-monie gelöst. Denn wo die jagenden Tiere mit hervorragenden Systemen ausgestattet sind, sind auch die als Futter betrachteten Tiere mit ausgezeichneten Verteidigungssystemen ausgestattet. Diese beiderseitigen Begabungen gleichen sich aus und sie geben dem Menschen die Möglichkeit, wenn auch nur begrenzt, Allahs ewige Kraft, seinen Verstand und seine Weisheit kennenzulernen.

Um sich verteidigen zu können, wird jedes Lebewesen mit verschiedenen Begabungen erschaffen. Manche sind sehr schnell und flink, können sich retten in dem sie weglaufen. Manche können sich nicht so schnell fortbewegen, sind jedoch mit stabilen Panzern ausgerüstet. Andere besitzen wie die Raupe eine hervorragende Abschreckungseigenschaft. Weitere sind giftig oder versprühen Gase mit fürchterlichem Geruch, der Feinde abweist. Noch andere wurden mit der Begabung sich tot zu stellen erschaffen. Es existieren auch solche, deren Körper auf ungewöhnliche Weise gut getarnt ist.

Auf den folgenden Seiten werden wir von diesen Verteidigungssystemen einige wenige faszinierende und überraschende Beispiele sehen. Es existieren jedoch tausende weiterer Lebewesen, ausgestattet mit sehr interessanten Systemen, die wir hier nicht erwähnen können und viele andere, die von der Menschheit überhaupt noch nicht entdeckt wurden. All diese Systeme zeigen uns, dass in dem von Allah geschaffenem Universum kein einziger Widerspruch, noch etwas Unpassendes existiert und dass Seine Kraft, Sein Verstand und Seine Kenntnis ewig sind, wie es in der Sure al-Mulk erläutert ist:

Der sieben Himmel erschaffen hat, einen über dem anderen. Du erblickst in der Schöpfung des Erbarmers kein Missverhältnis. So schau dich vom neuem um, ob du Mängel siehst! Dann lass den Blick ein weiteres Mal schweifen - jedes Mal wird dein Blick stumpf und matt zu dir zurückkehren. (Sure al-Mulk: 3-4)


CHEMISCHE WAFFEN


Manche Lebewesen können sehr komplizierte chemische Zusammenset-zungen ganz einfach produzieren. Für deren Herstellung werden hoch entwickelte Technologien benötigt, dennoch erzeugen sie sie in ihrem eigenen Körper. Hier sehen wir einige von ihnen:
Bombardierkäfer

Das Tier im Foto auf der nächsten Seite wird "Bombardierkäfer" genannt. Die Verteidigung dieses Käfers ähnelt nicht der anderer Tiere. Am Körperende des Bombardierkäfers liegen besondere Drüsen. In jeder dieser Drüsen befinden sich zwei kleine Kammern. In der innen liegenden Drüsenkammer befinden sich die beiden Chemikalien Hydrochinon, Wasserstoffperoxyd und einige weitere Chemikalien, die ihre Reaktionsfähigkeit hemmen. In der äußeren Kammer befinden sich Enzyme, die die Reaktion hervorrufen. Bei Gefahr leitet das Insekt die Chemikalien der inneren Kammer in die äußere Kammer. Bei der Vermischung der Substanzen kommt es zu einer explosiven Reaktion und aggressives Chinon wird in einer heißen Gaswolke mit hoher Geschwindigkeit hinausgespritzt. Jeder Angreifer flieht vor dieser furchtbaren Waffe des Bom-bardierkäfers.

Bei der Suche nach der Antwort der Frage, "Wie entstand dieser sehr komplizierte Verteidigungsmechanismus?", sehen wir, dass die "selbstständige" Ent-wicklung solch eines Mechanismus' unmöglich ist.

Wie kann ein Insekt die Formel zweier verschiedener Chemikalien kennen, die bei einer Vermischung explodieren? Nehmen wir einmal an, es kenne sie, wie kann es diese Chemikalien in seinem eigenen Körper produzieren und sammeln? Wenn es dennoch all dieses erfolgreich umsetzt, wie kann es die Formel eines Katalysators, der die Reaktion beschleunigt, berechnen und danach diesen Katalysator der Mischung hinzufügen? Nach alldem muss es die Wände der Mischkammer und des Kanals durch den die Mischung herausgesprüht wird, mit einer unbrennbaren Legierung isolieren!

Es ist natürlich total unsinnig anzunehmen, dass das Insekt ein hervorragender Experte für chemische Waffen sei, ein wunderbarer Designer, der die Begabung hat, seinen eigenen Körper für diese Reaktionen umzuwandeln und einzustellen. Es ist ganz klar, dass der Käfer dieses Verfahren nur aus einem Reflex heraus durchführt. Nirgendwo in der Natur existiert ein Geschöpf mit solch einer Kraft und einem solchen Intellekt. Auch der Mensch kann kein solches Lebewesen hervorbringen.



DIE SÄUREHALTIGE VERTEIDIGUNG DER ROTKOPFRAUPE
Die Rotkopfraupe, die ein ähnliches Verteidigungssystem wie der Bombardierkäfer besitzt, sprüht auf seine Angreifer eine Säure, die sie in ihrem eigenen Körper produziert. Natürlich ist auch sie genauso wie der Bombardierkäfer, nicht ein eigenartiger Chemiker, magischer Biologe oder wunderlicher Designer, sondern ein erschaffenes “Zeichen” welches ein Beispiel der Existenz und der Kraft Allahs bildet.
DIE STINKBOMBEN DER WANZE UND DES STINKTIERS
Die einzige Besonderheit der chemischen Flüssigkeit, welche das Stinktier auf seinen Feind sprüht, ist, dass sie abscheulich riecht. Dieser üble und dauerhafte Geruch, ist für die Verteidigung gegen seine Feinde total ausreichend. Auch die Wanze ist ein weiteres Lebewesen, dass mit dem gleichen Verteidigungssystem erschaffen ist.

Doch lassen wir das Erschaffen dergleichen komplexer Lebewesen beiseite. Dem Wissenschaftler ist es bis heute nicht möglich, auch nur die einfachste Grundlage des Lebens, das Protein künstlich zu erzeugen, obwohl genügend Beispiele vorhanden sind.

Es ist offensichtlich, dass der Bombardierkäfer von einer hochrangige Kenntnis und Kraft besitzenden Existenz, nämlich von Allah, erschaffen wurde. Wie vieles Andere ist auch der Bombardierkäfer ein Beispiel Seiner ewigen Kraft und unvergleichlichen Schöpfung.


DIE VORTEILE DER ÄHNLICHKEIT

Das rechte Foto zeigt eine Wespe und das untere Foto eine Fliege.



Wegen dieser Ähnlichkeit, denken die Feinde der Fliege, dass sie eine Wespe vor sich hätten und fürchten sich deshalb, sich ihr zu nähern. Neben der Ähnlichkeit des Aussehens der Fliege, schwirrt sie auch genauso wie eine Wespe. Außerdem ahmt diese Fliege im Falle eines Angriffes, die Angriffspose der Wespe nach, indem sie ihre Flügel nach oben stellt und ihren Körper nach vorne beugt, als könne sie stechen.

Der auf dem kleinen Foto abgebildete Schmetterling namens Viceroy (Limenitis archippus), ist für Vögel eigentlich sehr schmackhaft. Jedoch wurde diese Schmetterlingsart mit einem ähnlichen Aussehen, wie die übel schmeckenden Monarchschmetterlinge erschaffen, die aufgrund ihres Geschmacks von den Vögeln verschmäht werden. Dadurch werden sie großenteils von den Vögeln verschont.

Der gefährliche Aspidontus Fisch nutzt seine Ähnlichkeit mit dem Putzerfisch aus (im oberen Foto kann man beide untereinander sehen). Er nähert sich den Fischen, die gesäubert werden wollen, und reißt Teile von deren Flossen und Haut ab.


 

PANZER UND STACHELN


Manche Tiere bewegen sich sehr langsam und haben keine Möglichkeit, sich vor ihren Feinden zu verstecken oder wegzulaufen. Aber sie besitzen ein anderes Verteidigungssystem: Panzer und Stacheln...


Dieses Reptil nimmt bei Gefahr einen Teil seines Schwanzes in sein Maul und rollt sich zusammen. So schützt sein Panzer, der seinen ganzen Körper bedeckt, ihn gegen allerlei äußerliche Gefahr.
Der Igel ist das berühmteste Tier das sich mit Stacheln schützt. Er kann sich nur sehr langsam bewegen und wenn er nicht mit solch einem System ausgestattet wäre, wäre er ohne Zweifel vor Millionen von Jahren ausgestorben. Die Schutzmethode, die ihm am Leben erhält, ist gewiss nicht selbstständig “ausgedacht” noch produziert oder ein von Zufällen erschaffenes System. Das Tier wurde so geschaffen, das ist alles.

Der Pillenkäfer rollt sich bei Gefahr wie ein Ball zusammen und schützt sich durch seinen stabilen Panzer.

Das Schuppentier sieht aus wie ein Tannenzapfen. Sein ganzer Körper ist mit harten Schuppen versehen. Wenn es sich zu einer Kugel zusammenrollt, stellen sich die Schuppen auf. Kein Tier kann diesen Panzer mit seinen messerscharfen Schuppenkanten knacken.


 

FELL, DAS JE NACH JAHRESZEIT UND ERDBODEN SEINE FARBE WECHSELT


Das gemeinsame Merkmal von dem Vogel und dem Hasen auf den Fotos ist, dass sie je nach den Jahreszeiten ihre Farbe verändern. Diese Tiere tragen im Winter vollkommen weiße Kleider, wenn der Frühling kommt, “ziehen sie sich um” und passen ihr Aussehen der Farbe der Erde und Pflanzendecke an.

Seine Farbe der Umgebung anzupassen, verwirklicht sich dank sehr komplizierter Mechanismen im Körper des Tieres. Diese Mechanismen können wir mit der Menschenhaut vergleichen, die unter der Sonne rotbraun wird. Solch ein ähnlicher Mechanismus begründet die Farbveränderungen des Fells und der Federn der Tiere. Genauso wie wir nicht verhindern können (außer durch besondere Schutzmethoden) das unsere Haut unter der Sonne bräunt, besitzen auch die Tiere keine Kontrolle für diese Veränderungen in ihrem Körper. Das Wichtigste hier ist, dass diese Pelz- und Federveränderungen für das Tier einen großen Verteidigungsmechanismus bilden. In den verschneiten Wintertagen sorgen die weißen, in den anderen Jahreszeiten die erdfarbigen Federn und Fell für einen riesigen Vorteil im Bezug auf die Tarnung.



Es konnte auch genau umgekehrt passieren, das Tier könnte im Winter braunfarbig und im Sommer vollkommen weiß sein. Oder überhaupt nicht seine Farbe verändern. Kurz gesagt, in der Farbveränderung nach den Jahreszeiten existiert ein offensichtlicher Verstand und Plan. Und das Tier kann das alles nicht selbst berechnen und kontrollieren. Ohne Zweifel hat der Schöpfer dieses Tieres ihn mit solch einem Verteidigungssystem ausgestattet.



Die Fellfarbe der Gazelle, welche die Farbe der Umgebung hat, bildet für dieses Tier einen großen Vorteil.



Die Farbe und das Muster der Federn von Vögeln, die ihr Nest auf dem Boden bauen, sorgen für eine perfekte Tarnung zwischen den Blättern. Auch die Eier dieser Vogelarten sind zur Tarnung mit einem gesprenkeltem Muster versehen.

DIE PRIORITÄT DER ROTEN FARBE



Die Verteidigung mancher Tiere hängt von der abschreckenden roten Farbe ab. Zum Beispiel hebt die Rinden-Laubheuschrecke bei Gefahr die Flügel um das Rot auf ihrem Rücken zu zeigen, der Krebs streckt die roten Teile seiner Scheren vor. Was hier eine Besonderheit darstellt, ist, dass das Rote auf dem Körper des Tieres in normalerweise nicht sichtbar ist, aber sich an so einer Stelle befindet, die bei Gefahr sehr leicht gezeigt werden kann. Hiermit wird die notwendige “Abschreckwirkung” auf den Angreifer erfolgreich ausgelöst.


DER IGELFISCH


Der Igelfisch ist mit einem interessanten Verteidigungssystem ausgestattet. Dieser Fisch schluckt Wasser, wenn Gefahr droht. Er pumpt sich damit auf und nun ragen aus seinem Körper rundum spitze Stacheln hervor.

VIEL GEFÄHRLICHER AUSSEHEN ALS MAN IST


Diese Agame schluckt bei Gefahr Luft und vergrößert somit ihren Körper. Auch ein Bart reckt sich unter ihrem Maul hervor. Somit sieht sie furchterregender und abschreckender aus, als sie in Wirklichkeit ist.


FALSCHE AUGEN




Ein anderes sehr erstaunliches und bewundernswertes Verteidigungssystem sind die “Falschen Augen”. Manche Tiere tragen auf ihrem Körper Merkmale die wir “Falsche Augen” nennen können. Diese “Falschaugen” sind so überzeugend, dass die Angreifer ein viel größeres Tier vor sich glauben zu haben, und deswegen fliehen. Auf der anderen Seite genießen die Besitzer von “Falschaugen” die Vorteile dieser Besonderheit, der sie sich selber nicht bewusst sind.


Wenn manche Schmetterlinge ihre Flügel öffnen, sehen wir zwei Augen vor uns. Dies sind mit all ihren Details und ihrer Spiegelgleichheit vollkommene Augen. Um den Feind davon zu überzeugen, dass es sich hier um keinen Schmetterling handelt, reichen diese Augen bereits aus. Besonders die falschen Augen mancher Schmetterlingsarten, wie der Schönlingsschmetterling, besitzen ein komplett gefälschtes Gesicht, glänzende Augen, Gesichtsmerkmale, runzelnde Augenbrauen, Mund und Nase, so dass das daraus entstehende Aussehen für viele Angreifer sehr erschreckend ist. Und die Frage, wie diese Augen entstanden sind?

Es ist nicht möglich zu behaupten, dass dieses hervorragende Aussehen durch einen “interessanten Zufall” entstanden sei. Wenn man die hier stehenden Fotos detailliert untersucht, sieht man sofort, dass solch eine Gesichtsform nicht zufällig entstehen konnte. Können Zufälle Symmetrie erzeugen? Können Zufälle die gleichen Farben und das gleiche Design auf zwei verschiedenen Stellen hervorbringen? Natürlich können sie dieses nicht. Eine solche Behauptung ist vollkommen sinnlos und unwissenschaftlich.
Kann der Schmetterling selbstständig solch ein System entwickeln, weil er es für nützlich hält? Die Antwort dieser Frage ist natürlich auch “Nein”.

Es ist undenkbar, dass eine nur ein paar Wochen lebende Raupe mit ihrer eigener Farbe und ihrem Design herumspielt, damit sie eine künstlerisch wertvolle Zeichnung erhält und dies als Verteidigungssystem benutzt.

Wie alle Lebewesen auf der Erde wurden auch die “Falschaugen” von Allah erschaffen. Der Besitzer dieses makellosen Designs ist ohne Zweifel Allah, der Herr der Welten.

Hier sehen wir den wahren Kopf eines Rochen. Der Rochen schwimmt zum Schlafen in sein Nest und lässt seinen Schwanz draußen, der auf sich gefälschte Augen trägt. Die anderen Fische können sich dem Fisch nicht nähern, weil sie ihn für wach halten.


Auch diese grünen Raupen können sich vor ihren Angreifern, dank der Falschaugen an ihrem Hinterleib.

 

ERSTAUNLICHE ARCHITEKTEN


Wir haben bereits die außerordentlichen Eigenschaften der Honigbienen untersucht. Wir haben gesehen, wie die Bienenkolonie das architektonische Wunder des Bienenstocks baut und dabei höchst präzise vorgeht. Wir haben weiterhin festgestellt, dass die Bienen Aufgaben instinktiv lösen, während der Mensch diese nur mit großem intellektuellem Aufwand bewerkstelligt.

Wie wir zu diesem Thema ausgeführt haben, können die Bienen diese überaus schwierige Aufgabe nicht etwa deswegen ausführen, weil sie intelligenter sind als der Mensch, sondern weil es ihnen "eingegeben" wird. Andernfalls wäre es unmöglich, dass Tausende von Insekten ohne Bewusstsein solch eine schwierige und komplexe Aufgabe erfolgreich ausführen, die von einem zentralen Punkt aus koordiniert werden muss.
Es sind jedoch nicht nur die Bienen, die als erstaunliche Architekten in der Natur gelten. Auf den folgenden Seiten werden wir auf jene Tiere einen Blick werfen, die ebenfalls schwierige und komplexe Bauarbeiten meisterhaft durchführen. Auch diese Tiere bringen mit Hilfe ihrer interessanten Eigenschaften architektonische Wunder hervor, indem sie Kenntnisse benutzen, die ihnen "eingegeben" worden sind.

Denkt man an vollkommene Architekten in der Natur, kommt einem zunächst der Biber in den Sinn. Diese Tiere bauen ihre Nester in Bächen und Flüssen, die sie durch Errichtung von Dämmen künstlich stauen, um die für den Bau ihrer Nester erforderliche Wassertiefe zu erzeugen.

Der Biber baut einen Damm, damit sich ein See bildet, in dem er sein Nest errichten kann. Zuerst stößt er dickere Äste ins Flussbett. Dann stapelt er dünnere Äste über die dickeren. Sein größtes Problem ist die Gefahr, dass das strömende Wasser diese Ansammlung von Ästen wegspülen könnte. Damit dies nicht geschieht, müssen am Grund des Flusses Pfosten verankert werden, und der Damm muss an diesen Pfosten befestigt werden. Aus diesem Grund benutzen die Biber beim Bau ihrer Dämme große Pfosten als Hauptträger. Sie strengen sie sich nicht damit an, die Pfosten in das Flussbett zu rammen. Sie beschweren sie einfach mit Steinen, damit sie nicht weggeschwemmt werden. Zuletzt verkleben die Biber die gestapelten Äste mit einer Masse aus Lehm und Blättern. Dieser Mörtel ist sowohl wasserundurchlässig als auch widerstandsfähig gegen die erodierende Kraft des Wassers.


Die Schöpfung des Bibers ist durch eine für seine Bautätigkeit erforderliche Konstruktion geprägt. Die Zähne sind des Bibers wichtigstes Werkzeug. Mit ihnen trennt er Zweige ab, benagt sie und baut damit seine berühmten Dämme. Natürlich werden seine Zähne zerstört, nutzen ab und zerbrechen auch. Wenn der Biber nicht mit einem speziellen System ausgestattet wäre, dann würde er in kürzester Zeit seine Zähne verlieren und vor Hunger sterben.

Aber wie erwähnt, wurde dieses Problem des Tieres von Anfang an gelöst. Denn seine vier Vorderzähne, die er benutzt, um an den Bäumen zu nagen, wachsen sein Leben lang nach.

Ja, aber wie sind Zähne mit solchen Eigenschaften entstanden? Hat der Biber sich selbständig entschlossen, seine Zähne lang wachsen zu lassen, nachdem er bemerkt hatte, dass sie abbrechen? Oder haben die Zähne des Bibers, der den ersten Damm erbaut hat, begonnen, zufälligerweise zu wachsen? Es ist offensichtlich, dass das Tier mit einer solchen Eigenschaft erschaffen wurde. Die Hinterzähne haben eine feste Länge, darum ist es klar, dass dies eine spezielle Art der Schöpfung ist. Wenn seine Hinterzähne dauerhaft länger würden, würden die Hinterzähne, die nicht abgenutzt werden, übermäßig wachsen und den Kiefer des Tieres bedrängen und das Tier wäre dann nicht mehr in der Lage sein, sein Maul zu schließen, geschweige denn, an Ästen zu nagen. Aber es sind nur die 4 Vorderzähne, die länger werden: Nämlich die Zähne, die er benutzt, um an den Bäumen zu nagen...



Noch zahlreiche andere Organe des Bibers wurden entsprechend den Anforderungen seiner Lebensweise speziell erschaffen. Die durchsichtigen Scheidewände, die verhindern, dass das Auge im Wasser geschädigt wird, die speziellen Klappen, die verhindern, dass das Wasser in das Ohr und in die Nase des Tieres gerät; die breiten Hinterfüße, durch die der Biber sich im Wasser wie ein Fisch bewegt und auch ein flacher, breiter und harter Schwanz sind Eigenschaften des Tieres, welche es seit seiner Schöpfung besitzt.


Der vom Biber erbaute Damm staut das Wasser in einem Winkel von 45 Grad. Das Tier erbaut seinen Damm nicht nach dem Prinzip des Zufalls sondern wohl geplant. Das Interessante daran ist, dass man heutzutage die Dämme moderner Wasserkraftwerke in demselben Winkel erbaut. Außerdem begehen die Biber nicht den Fehler, das Wasser vollständig zu blockieren. Sie errichten den Damm so, dass das Wasser genau auf dem gewünschten Niveau gehalten wird und sie bauen spezielle Kanäle, damit das überschüssige Wasser abfließen kann.


DIE WOLKENKRATZER DER TERMITEN


In der Reihe der Architekten in der Natur ist die Rolle der Termiten nicht zu vernachlässigen. Termiten, die wie Ameisen aussehen, leben in großartigen Nestern, die sie aus Erde formen. Diese Bauten erreichen eine Höhe bis zu 6 m, und eine Breite bis zu 12 m. Das Interessanteste an den Termiten ist, dass sie blind sind.

Das Baumaterial des Nestes ist ein harter und widerstandsfähiger Mörtel, den die Arbeiterinsekten bilden, indem sie ihren Speichel mit der Erde mischen. Die außerordentlichste Eigenschaft dieser Baukunst ist, dass eine permanente Luftzufuhr, sowie eine erstaunlich konstante Temperatur und Luftfeuchtigkeit gewährleistet werden. Die dicken, starken Wände der Wolken-kratzer schützen das Innere des Nestes vor der draußen herrschenden Hitze. Zur Belüftung gibt es spezielle Gänge entlang der inneren Wände des Nests. Gleichzeitig filtern Poren ununterbrochen die Luft.



Die Termiten, die eine Größe von einigen Zentimetern haben, erbauen Wolkenkratzer, deren Höhe 4,5 m erreicht, ohne irgendein Werkzeug zu verwenden. Dieses prächtige Nest schützt die Kolonie, die aus Millionen von Termiten besteht und die in diesem Nest lebt, vor ihren Feinden und vor den Einflüssen von Außen auf hervorragende Weise.

Für den Sauerstoff, den die Bewohner eines mittelgroßen Nests benötigen, sind pro Tag 1500 Liter Luft erforderlich. Wenn diese Luft direkt ins Nest eindringen würde, würde für die Termiten die Temperatur im Nest gefährlich hoch ansteigen. Doch sie haben Sicherheitsmaßnahmen getroffen, als wüssten sie, was ihnen sonst geschehen würde.

Als Schutz vor übermäßiger Hitze bilden sie feuchte Gewölbe unter dem Nest. Die Termitenarten, die in der Sahara leben, graben einen 40 m tief verlaufenden Bewässerungskanal. Damit erreicht das Wasser das Nest durch Verdunstung. Die dicken Wände des Wolkenkratzers stellen sicher, dass die Feuchtigkeit im Inneren des Baus bleibt.

Die Temperaturregelung wird ebenso wie die Feuchtigkeitsregelung durch einen empfindlichen Regelmechanismus durchgeführt. Die Außenluft dringt in das feuchte Gewölbe ein, indem sie durch die dünnen Gänge hindurch strömt, die sich an der Oberfläche des Nestes befinden. Von hier aus erreicht sie einen Raum an der Oberseite des Nestes; dort wärmt sich die Luft, indem sie die Körper der Insekten umströmt und steigt auf. Durch eine solch einfache physikalische Grundregel wird ein Luftkreislauf gebildet, der von den Arbeiterinsekten des Termitenstaates ununterbrochen kontrolliert wird.

Darüber hinaus fallen dem Betrachter ein Regen abweisendes, abgeschrägtes Dach und Rinnen für das Ablaufen des Wassers auf.

Wie führen diese Blinden Tiere, deren Gehirn ein Volumen von weniger als einem Kubikmillimeter hat, solch einen komplizierten Bau erfolgreich aus?

Es ist offensichtlich, dass die Arbeit der Termiten das Resultat einer gemeinschaftlichen Arbeit der Insekten ist. Die Behauptung, "Die Tiere graben die Tunnel unabhängig voneinander und sie stimmen zufällig überein", ist offensichtlich Unsinn. Wir stoßen jedoch auf die Frage: Wie arbeiten diese Tiere bei diesem komplizierten Projekt in so vollkommener Harmonie? Bei den Menschen wird zunächst der Plan eines Baus von einem Architekten entworfen, dieser Plan wird an die Arbeiter verteilt und der Bau wird anschließend auf einem Bauplatz errichtet. Wie können Termiten, die über keine solche Kommunikationsfähigkeit verfügen und zudem noch blind sind, diesen riesigen Bau errichten?


Das Innere des Termitennestes


Ansicht eines Pilzgartens der Termite
ACKERBAU IM TERMITENHÜGEL
Einige Termiten züchten Pilze in den Gärten, die sie in dem Wolkenkratzer errichtet haben, um sich zu ernähren. Aber diese Pilze streuen als Folge ihrer normalen Lebenstätigkeiten Wärme aus, die das

Temperaturgleichgewicht zerstört. Diese übermäßige Temperaturzunahme müssen die Termiten unbedingt ausgleichen. Die Termiten bedienen sich dabei ganz interessanter Wege, um das Gleichgewicht der von ihnen selbst erzeugten Wärme und der durch die Metabolismen der Pilzpflanzungen verursachte Wärme freigegeben wird, zu erhalten. Die entstehende Wärme erreicht

den zentralen Turm (Luftloch). Die Luft strömt durch die kleinen Kanäle, die in der Nähe der Wände liegen, entlang, von wo sie in die seitlichen Luftöffnungen gerät. Hier wird der Sauerstoff aufgenommen und die Kohlensäure, die die Termiten und die Pilze abgeben, freigegeben. Aus diesem Grund arbeitet ein Termitennest für die ganze Kolonie wie eine riesige große Lunge. Die Luft wird gekühlt, während sie durch das haarfeine Kanalsystem strömt.

So strömt die immer kühle und sauerstoffreiche Luft mit einer Geschwindigkeit von ca. 12 cm/Minute in den Bau und auf diese Weise bleibt die innere Temperatur ständig bei 30 0C

Ein Experiment hilft uns, die Antwort auf diese Frage zu finden.
Zunächst hat man ein sich im Bau befindliches Nest in zwei Hälften gespalten. Während der Bauarbeiten wurde verhindert, dass die zwei Termitengruppen miteinander in Kontakt stehen. Das Ergebnis war erstaunlich. Was entstand, waren nicht zwei verschiedene Nester, sondern zwei Stücke eines Nestes. Als die Stücke zusammengesetzt wurden, passten alle Kanäle und Flure haargenau aufeinander.

Wie kann dies erklärt werden? Wir dürfen annehmen, dass die einzelne Termite weder die erforderliche Intelligenz noch das erforderliche Wissen zum Bau des Nestes besitzt. Trotzdem müssen die Termiten als Gemeinschaft eben diese Intelligenz und dieses Wissen verwenden, denn sonst könnten sie ihr Nest nicht bauen. Es liegt daher auf der Hand, dass diese Intelligenz und dieses Wissen nicht beim Einzelwesen, sondern bei der Gemeinschaft vorhanden sind, die durch die Einzelwesen gebildet wird. Träger der Intelligenz und des Wissens ist also nicht das "Individuum", sondern die "Gesellschaft", ein Phänomen, dass überall dort beobachtet werden kann, wo ein bestimmter "Organisationsgrad" und ein bestimmtes Maß an "Arbeitsteiligkeit" überschritten werden.

Dies ist nicht das einzige Beispiel:

Heuschrecken fliegen in einer bestimmten Richtung, wenn sie gemeinsam in großen Schwärmen fliegen. Nehmen wir nun eine Heuschrecke aus dieser Gruppe heraus und stecken sie in einen geschlossenen Kasten, verliert sie ihre Orientierung und sie versucht panikartig, überallhin zu fliegen. Wenn wir diesen Kasten unter den fliegenden Schwarm setzen, findet die Heuschrecke sofort die richtige Rich-tung wieder und be-ginnt, in die Richtung zu fliegen, in die der Schwarm fliegt!

Die Informatio-nen, die die kollektive Organisation und die "Werke" betreffen, welche die einzelnen Organismen gemeinsam bilden, tauchen nur auf dem Niveau der Gemein-schaft auf. Diese In-formationen bestehen nicht jeweils für sich in den Einzelwesen. Mit anderen Worten; Tiere wie Bienen und Termiten, die kollektiv "Bauten" errichten, merken gar nicht, was sie als Einzelwesen tun. Es gibt einen Verstand, der über ihnen allen steht, der all diese Taten kontrolliert und sie das vollkommene Resultat hervorbringen lässt, indem er alle Arbeiten der einzelnen Tiere koordiniert.

Wir haben erwähnt, dass Allah uns im Quran beschreibt, wie den Bienen die Herstellung des Honigs "eingegeben" wurde. Dasselbe gilt auch für Termiten und alle anderen Tiere.

Zweifellos wurde dieses Verhalten den Tieren "beigebracht" und sie wurden so "programmiert", dass sie ihre Aktivitäten erfolgreich durchführen. Denn einen solch komplizierten Bau können Menschen nur dann errichten, wenn sie eine jahrelange Ausbildung in Architektur gemacht haben und indem sie viele Werkzeuge verwenden. Es ist offensichtlich, dass diese Lebewesen, die weder Verstand noch Bewusstsein wie die Menschen besitzen, speziell erschaffen wurden, um diese Leistungen zu vollbringen. Sie stellen ein Zeichen dar, wodurch das endlose Wissen und die unendliche Macht ihres Schöpfers demonstriert werden.
Sicherlich sind angesichts dieser großen architektonischen Wunder nicht die kleinen Geschöpfe die, denen Lob und Bewunderung gebühren, sondern Allah, der sie mit dieser Fähigkeit erschaffen hat.


Und Allahs ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist,
und Allah umfasst alle Dinge. (Sure an-Nisa: 126)


DIE WEBER-AMEISEN
Die Weber-Ameisen leben in den Regenwäldern Afrikas. Die Besonderheit dieser Ameisenart ist, dass sie ihre Hügel nicht wie ihre Artgenossen unter der Erde, sondern auf den Kronen der Bäume errichten, indem sie dazu Blätter verwenden.
Das Nest, welches unter Berücksichtigung möglicher äußerer Gefahren erbaut wird, wird manchmal sehr groß, so dass es sich über drei Bäume ausbreitet. Das Nest wird so errichtet, dass es verschiedenartige Bedürfnisse deckt. Es besteht aus mehreren Bereichen, vergleichbar mit Kinderzimmern, Beobachtungstürmen usw.

Die Ameisen verteilen sich als erstes auf einem Baum, den sie sich für den Bau eines Nestes ausgesucht haben. (Oben) Nachdem sie festgelegt haben, wo sie ihre Haufen bilden werden, machen sie sich schnell an die Arbeit. Die Blätter, die sie für den Bau benötigen, falten sie an ihren Rändern. Um die Blätter zu sammeln, bilden sie Ketten, indem sie fest aufschließen (links und unten). Die Ameise am Anfang der Kette fasst das Blatt an seiner Spitze und reicht es der zweiten Ameise weiter. Dieser Transport dauert an, bis die Spitze des Blattes die letzte Ameise erreicht hat und zwei Blätter aufeinander liegen.

GEHEIMNISSE DER FORTPFLANZUNG VON TIEREN


Dass Lebewesen ihr Fortbestehen sichern können, ist nur durch das perfekte Funktionieren ihrer Fortpflanzungssysteme möglich. Es ist für Menschen und Tiere nicht ausreichend, lediglich über Fortpflanzungssysteme zu verfügen; sie benötigen auch einen besonderen Instinkt, nämlich den Sexualtrieb, welcher die Fortpflanzung reizvoll macht. Andernfalls würden die meisten Tiere trotz der Möglichkeit zur Fortpflanzung davon keinen Gebrauch machen. Auch würden sie, wenn sie sich darüber bewusst wären, welche Schwierigkeiten die Geburt, das Legen der Eier und die anschließende Zeit des Brütens mit sich bringen, die Ausübung des Sexualaktes vermeiden, welcher die Ursache für alles Weitere ist.


BOHRERWESPE
Diese Wespenart ernährt ihre eigene Brut mit der Larve einer anderen Wespenart, der Riesenholzwespe. Dabei ist sie mit einem Problem konfrontiert: Die Larve der Riesenholzwespe befindet sich im Puppenstadium in etwa 4 cm Tiefe unter der Baumrinde. Deshalb muss die Bohrerwespenmutter zunächst die Larven aufspüren, ohne sie sehen zu können.
Um die Larven aufzuspüren, verwendet sie hochempfindliche Fühler, mit denen sie ausgestattet ist. So ist das erste Problem - also die Bestimmung des Aufenthaltsortes der Larve, bewältigt. Aber wie verfährt sie weiter? Sie beginnt, die Rinde zu durchbohren.
Das Organ, welches die Wespe zum Durchbohren der Baumrinde besitzt wird “Eierleger” genannt. Dieses spezielle Organ ist länger als der ganze Wespenkörper. Es besteht aus zwei Fortsätzen, die aus dem Hinterleib des Insekts ragen. Die Spitze davon ist messerscharf. Entsprechend seiner Aufgabe ist die “Klinge” dieses Messers mit Zähnen ausgestattet.
Nachdem die Bohrerwespe den Ort der Riesenholzwespenlarve festgestellt hat, macht sie sich unverzüglich daran, mit ihren Bohrwerkzeugen die Rinde an der nähesten Stelle zu durchbohren, indem sie beide Fortsätze wie eine Säge hin und her bewegt. Sobald sie mit ihrem Organ die Larve berührt, lässt sie ihr eigenes Ei in die Larve herab.
So beginnt das Wespenjunge sich in der Larve, welchen seine Mutter ihm sowohl als Nahrungsquelle, als auch als Schutz ausgesucht hat, zu entwickeln.
Ist es angesichts dieser vollkommenen Planung, welche keinesfalls das Produkt von Zufällen sein kann, noch nötig zu betonen, dass es sich offensichtlich hierbei um das Werk eines Schöpfers, einer unendlichen Kraft, nämlich um Allah handelt?

DIE TÖPFERWESPE
Die auf dem Bild abgebildete Wespe, ernährt ihre Larven welche sie in einem aus Lehm gefertigten Nest, abgelegt hat, auf sehr interessante Weise:
Zunächst spürt sie eine Raupe auf und sticht sie an neun, den
Bewegungsapparat kontrollierenden Stellen. Auf diese Weise stirbt die Raupe nicht, sondern sie wird nur gelähmt, so dass sie sich nicht mehr bewegen kann.
Danach stopft sie die regungslose Raupe mit großer Sorgfalt in das Nest. Diese so gelähmte Raupe
deckt nunmehr den Bedarf an Nahrung der Larven, bis zu ihrem Schlüpfen und Verlassen des Nestes.

Der Geschlechtstrieb allein ist ebenfalls nicht ausreichend. Obwohl Lebewesen kopulieren und neue Lebewesen zur Welt bringen, würde ihre Spezies aussterben, wenn sie nicht mit dem Instinkt, ihre Nachkommen zu schützen und für sie zu sorgen, erschaffen worden wären. Wenn die elterliche Zuneigung, die bei den meisten Lebewesen vorhanden ist, nicht existieren würde, würden die Arten aussterben. An dieser Stelle sprechen diejenigen, die für die Evolution eintreten, vom "Bewusstsein der erziehenden Generationen". Ihrer Meinung nach resultiert das Bemühen, die eigene Art großzuziehen aus der Tatsache, dass jedes Individuum erhebliche Anstrengungen unternimmt, sich selbst zu schützen. Es ist offensichtlich, dass ein Tier nicht von dem Gedanken, "meine Generation muss nach mir fortbestehen, und dafür habe ich alles mögliche zu tun" angespornt wird. Das Tier schützt und umsorgt seinen Nachwuchs nicht aus dem Grund, weil es sich davon etwas erhofft oder in der Zukunft Vorteile erwartet, sondern weil es so erschaffen wurde.

Im Gegensatz dazu gibt es Lebewesen, denen es an solcher Zuneigung mangelt und die ihren Nachwuchs sofort nachdem sie ihn in die Welt gesetzt haben, verlassen. Diese Tiere produzieren viele Nachkommen auf einmal und einige von ihnen überleben ohne Schutz. Wenn sie mit dem Trieb ihren Nachwuchs zu schützen erschaffen worden wären, würde es zu einer Bevöl-kerungsexplosion ihrer Art kommen und die Natur würde aus dem Gleichgewicht geraten.

Zusammengefasst ist Fortpflanzung die Grundvoraussetzung für den Fort-bestand des Lebens, ein von Allah erschaffenes System. Allah, der das Leben fortgesetzt sehen will, Allah der "Lebensgeber", ist Derjenige, der alle Lebewesen zum Leben erweckte und Derjenige, der neue Lebewesen aus jenen hervorbringt, die Er (zuvor) erschuf. Sämtliche Lebewesen existieren dank Allah. Sie verdanken ihr Leben nicht ihren Eltern, wie allgemein angenommen wird, da Allah auch diese erschaffen hat. Allah sagt:

Und Er ist es, der euch auf Erden vermehrt hat. Und zu Ihm werdet ihr alle versammelt werden. (Sure Al-Mu'minun: 79)

Wir werden nun mehrere Fortpflanzungssysteme rückblickend betrachten, die Allah einigen Lebewesen schenkte. Diese Lebewesen sind bei der Sicherung ihres Nachwuchses mit großen Schwierigkeiten konfrontiert. Sie tun zweifellos das was sie tun nicht aus einer logischen Konsequenz heraus, wie beispielsweise "wir haben den Fortbestand unserer Spezies zu sichern", sondern durch die ihnen von Allah zuteil gewordene Zuneigung und Barmherzigkeit.

Die hier genannten Tiere, die über erstaunliche Systeme verfügen, sind nur einige Beispiele. In der Tat ist die Fortpflanzung jedes einzelnen Lebewesens ein Wunder für sich.


DER PINGUIN: EIN TIER, FÜR DAS POLARKLIMA ERSCHAFFEN


Die Temperaturen am Polarkreis fallen manchmal auf 40°C unter Null. Damit die Pinguine in einer solch eisigen Umgebung überleben können, sind ihre Körper mit einer dicken Fettschicht bedeckt. Darüber hinaus sind sie mit einem hoch entwickelten Verdauungssystem ausgestattet, welches Nahrung sehr schnell aufspalten kann. Diese beiden Faktoren sorgen dafür, dass Pinguine eine Körpertemperatur von + 40° Celsius erreichen, die sie unempfindlich gegenüber Kälte macht.


ALLES IST FÜR DAS PINGUINJUNGE BESTIMMT


Pinguine brüten während des Polarwinters. Es ist nicht der weibliche, sondern der männliche Pinguin, der brütet. Abgesehen von den eisigen Tempera-turen wird das Pinguinpaar zu dieser Jahreszeit auch mit Gletschern konfrontiert. Während des Winters wachsen die Gletscher und vergrößern somit die Entfernung zwischen Brutstelle und Küste, die für Pinguine die nahegelegenste Nahrungsquelle darstellt. Diese Entfernung kann mitunter mehr als 100 km betragen.

Weibliche Pinguine legen nur ein Ei, überlassen ihren Männchen das Brüten und kehren zum Meer zurück. Während der viermonatigen Brutzeit, hat der männliche Pinguin gewaltigen Polarstürmen, die manchmal Geschwindig-keiten von 100 Stundenkilometern erreichen können, zu trotzen. Da das Männ-chen das Ei bewacht, hat es keine Möglichkeit zum Jagen. In jedem Fall brauchte es mehrere Tage um die nächste Futterquelle zu erreichen. Vier komplette Monate lang frisst der männliche Pinguin nichts und verliert dabei die Hälfte seines Gewichts. Er verlässt das Ei niemals um zu jagen, sondern widersteht dem Hunger.

Am Ende der vier Monate, wenn das Ei aufzubrechen beginnt, erscheint der weibliche Pinguin plötzlich wieder. In der Zwischenzeit hat das Weibchen keine Zeit verschwendet, sondern für ihr Junges gearbeitet und einen Futtervorrat angelegt.

Unter Hunderten von Pinguinen findet die Mutter mit Leichtigkeit ihren Gatten und ihr Junges wieder. Da die Mutter zwischenzeitlich ständig jagte, verfügt sie nun über einen gut gefüllten Magen. Sie leert ihn und übernimmt die Fürsorge für das Junge.


Wenn in der Natur tatsächlich, wie von Darwin erklärt, jedes Lebewesen nur an sein eigenes Fortbestehen denken würde, würde kein Lebewesen soviel Energie und Zeit aufwenden und Hunger in Kauf nehmen, nur um seinen Nachwuchs zu ernähren und großzuziehen.



Um der Eiseskälte des Polarklimas zu trotzen, versammeln sich die Pinguine. So kommen auch die jungen Mitglieder dieser Gemeinschaft zusammen, um sich vor dem kalten Wind zu schützen.

Im Frühjahr beginnen die Gletscher zu schmelzen und im Eis tauchen Löcher auf, unter denen das Meer zum Vorschein kommt. Die Pinguineltern beginnen sofort, in den Löchern Fische zu fangen und ihre Jungen damit zu ernähren.

Den Nachwuchs zu füttern ist eine harte Aufgabe; zeitweilig fressen die Eltern über eine lange Zeit überhaupt nichts, um den Nachwuchs versorgen zu können. Es gibt keine Möglichkeit ein Nest zu bauen, da alles mit Eis überzogen ist. Das Einzige, was die Eltern tun können, um ihr Junges vor der Eiseskälte zu schützen ist, es auf ihre Füße zu legen und es mit ihrem Bauch zu wärmen.
Der richtige Zeitpunkt für das Legen der Eier ist sehr wichtig.
Warum legen Pinguine die Eier im Winter und nicht im Sommer? Wenn sie die Eier im Sommer legen würden, würde die Entwicklung des Nachwuchses im Winter stattfinden und die Meere wären zugefroren. In diesem Fall hätten die Eltern Schwierigkeiten, Nahrung zu finden um die Jungen zu versorgen.


HELD EINER UNGEWÖHNLICHEN GEBURTSGESCHICHTE:
DAS KÄNGURU


Das Fortpflanzungssystem von Kängurus unterscheidet sich erheblich von dem der an-deren Säugetiere. Der Känguruembryo durchläuft einige Entwicklungsstufen, die normalerweise innerhalb des Körpers stattfinden, außerhalb des Mutterleibes.
Schon kurz nach der Befruchtung kommt das Junge, das zirka einen Zentimeter groß ist, zur Welt. Gewöhnlich wird nur ein einziges Junges geboren. Nach der Geburt ist es noch nicht vollständig entwickelt. Seine Vorderfüße sind noch nicht vorhanden und die Hinterfüße sind nur als winzige Verlängerungen erkennbar.


Und Allah hat euch aus Staub erschaffen, dann aus einem Samentropfen; dann machte Er euch zu zwei Geschlechtern. Und keine Frau wird schwanger oder kommt nieder ohne Sein Wissen. Und kein Betagter wird älter oder weniger alt, ohne dass es in einem Buch festgelegt wäre. Siehe, all dies ist Allah ein Leichtes. (Sure al-Fatir: 11)

Es besteht kein Zweifel, dass das Junge in diesem Zustand nicht in der Lage ist, die Mutter zu verlassen. Aus dem Mutterleib kommend, beginnt das Neugeborene, sich mit seinen vier Beinen durch den Pelz der Mutter zu bewegen und erreicht nach einer dreiminütigen Reise den Beutel der Mutter. Für das kleine Känguru ist der Beutel von gleicher Bedeutung, wie der Mutterleib für andere Säugetiere. Dennoch gibt es einen wichtigen Unterschied. Während andere als Babys auf die Welt kommen, ist das Känguru lediglich ein Embryo, wenn es den Mutterleib verlässt. Seine Füße, sein Gesicht und viele andere Organe haben noch nicht ihr endgültiges Aussehen.





Nach Erreichen des mütterlichen Beutels verschafft sich das Junge Zugang zu einer der dort befindlichen vier Brustwarzen und beginnt zu saugen.

Zu diesem Zeitpunkt hat die Mutter einen weiteren Eisprung und ein neues Ei nistet sich in ihrer Gebärmutter ein. Das Weibchen kopuliert ein zweites Mal und das neue Ei wird befruchtet. Zu diesem Zeitpunkt beginnt die Entwicklung des Eies im Mutterleib nicht unmittelbar. Wenn Dürrekatastrophen in Zentralaustralien wüten, wie es oft der Fall ist, bleibt das befruchtete Ei unentwickelt im Mutterleib bis die Dürreperiode vorüber ist. Setzen dann heftige Regenfälle ein und sind wieder fruchtbare Weiden verfügbar, setzt sich die Entwicklung des Eis fort.
In dieser Phase werden wir mit der Frage konfrontiert: Wer macht diese Kalkulation, wer arrangiert die Entwicklung des Eis gemäß der äußeren Bedingungen? Das Ei kann unter keinen Umständen diese Vorbereitun-gen selbst treffen. Es ist kein vollständiges Lebewesen, verfügt nicht über Wissen, und kennt nicht die Witterungs-bedingungen um sich herum. Die Mutter ist nicht in der Lage, Vorkehrungen zu treffen, denn auch sie hat wie alle anderen Lebewesen keine Kontrolle über die Vorgänge, die in ihrem Körper stattfinden. Dieses außergewöhnliche Ereignis ist eindeutig von Allah gesteuert, der sowohl das Ei als auch Mutter erschaffen hat.

Wenn die Witterungsbedingungen günstig sind, kriecht das bohnengroße Junge dreiunddreißig Tage nach der Befruchtung, durch den Muttermund und erreicht den Beutel auf dieselbe Art und Weise wie sein Geschwisterchen zuvor tat.

In der Zwischenzeit ist das erste Baby im Beutel beträchtlich gewachsen. Es führt sein Leben ohne seinem Geschwisterchen, das nur einen Zentimeter lang ist, Schaden zuzufügen. Wenn das Junge 190 Tage alt ist, ist es kräftig genug seine erste Reise außerhalb des Beutels zu unternehmen. Von diesem Zeitpunkt an beginnt es, die meiste Zeit außerhalb des Beutels zu verbringen und verlässt den Beutel am 235. Tag nach der Geburt für immer.

Bald nach dem zweiten Jungen kopuliert das Weibchen abermals. Nun hat es drei Junge, die von ihm abhängig sind. Das Erste kann sich von Gras ernähren, kommt aber gelegentlich zum Saugen zurück zu seiner Mutter, das zweite Junge wird noch ausschließlich gesäugt, das dritte Junge, ist das Neugeborene.
Noch erstaunlicher als dass alle drei Jungen sich jeweils in einer anderen Entwicklungsphase befinden ist die Tatsache, dass alle drei Jungen mit unterschiedlichen Milchsorten je nach ihrer Größe gesäugt werden.
Während die erste Milch, die das Junge trinkt, durchsichtig und farblos ist, wird diese parallel zur Entwicklung des Babys zunehmend weißer und beginnt wie richtige Milch auszusehen. Auch der Fettgehalt und die anderen Bestandteile der Milch entwickeln sich entsprechend.

So wie dieses erste Junge eine Milchsorte erhält, die auf seine individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist, bekommt das zweite Baby, das die nächste Brustwarze erreicht, eine leicht verdauliche Milch. Auf diese Art und Weise produziert die Mutter simultan zwei Milchsorten mit unterschiedlichen Bestandteilen. Wenn das dritte Junge geboren ist, erhöht sich die Zahl der produzierten Milchsorten mit verschiedener Zusammensetzung auf drei: sehr nahrhafte Milch für das Ältere und relativ fettarme und nahrhafte Milchsorten für die jüngeren Geschwister. Ein weiterer bemerkenswerter Punkt ist, dass jedes Junge die eigens für sich vorbereitete Brustwarze findet. Andernfalls würde es Milch trinken, die Bestandteile enthält, die seinem Organismus schaden könnte.

Dieses Ernährungssystem ist bemerkenswert und offensichtlich ein besonderes Ergebnis der Schöpfung. Die Mutter kann mit keinem ihr zur Verfügung stehenden Mittel diese Vorbereitungen bewusst treffen. Wie könnte ein Tier die Bestandteile der Milch, die für seinen unterschiedlich entwickelten Nachwuchs benötigt wird, vorsehen? Selbst wenn es dies täte, wie könnte es die Milch dann in seinem Körper produzieren? Wie könnte es sie auf drei verschiedene Kanäle verteilen?

Zweifellos ist das Känguru nicht fähig, irgend etwas davon zu tun. Es ist noch nicht einmal darüber informiert, dass die Milch, die sein Körper liefert, aus drei unterschiedlichen Sorten besteht. Ohne Frage ist diese wundervolle Entwicklung das Ergebnis Schöpfung, die uns dieses Tier als Beispiel zeigt.


WAS FÜR EINE MUTTER IST DAS KROKODIL?



Obwohl die Krokodilmutter auf den Betrachter außerordentlich unbeholfen und wild wirkt, ist sie bei dem Umgang mit ihren Jungen bewunderswert geschickt und vorsichtig. Sie trägt die schutzlosen Jungen in einer speziellen Tasche in ihrem Maul und bietet ihnen so eine sichere Umgebung.

Die Fürsorge, die das Flusskrokodil seinen Jungen entgegenbringt, ist erstaunlich.

Zunächst gräbt das Tier ein Loch für das Ausbrüten seiner Eier. Die Temperatur des Loches darf niemals über 30°C steigen. Ein geringfügiger Temperaturanstieg würde das Leben des Nachwuchses in den Eiern bedrohen. Das Krokodil trifft eine Sicherheitsvorkehrung, indem es die Löcher, in die die Eier abgelegt werden, an schattigen Orten gräbt. Das allein reicht unter Umständen noch nicht aus. Aus diesem Grund unternimmt das Krokodilweibchen außergewöhnliche Anstrengungen um die Temperatur der Eier konstant zu halten.
Einige Krokodilarten bauen Grasnester auf dem Wasser anstatt Löcher zu graben, wie die linke Abbildung zeigt. Steigt die Nesttemperatur trotz dieser Maßnahmen an, dann kühlt das Krokodil das Nest durch Besprenkeln mit Urin. Wenn die Eier aufbrechen ertönen laute Geräusche aus dem Nest. Dieser Lärm macht die Mutter darauf aufmerksam, dass der kritische Moment gekommen ist. Die Krokodilmutter holt die Eier heraus und hilft den Jungen dabei, aus den Eiern zu schlüpfen, indem sie ihre Zähne wie eine Pinzette einsetzt. Der sicherste Ort für die Neugeborenen ist die schützende Beuteltasche im Maul ihrer Mutter, die speziell für den Schutz eines halben Dutzends neugeborener Krokodile erschaffen wurde.

Wie man sieht, gibt es ein großartiges Zusammenspiel und Selbstaufopferung unter Tieren. Für einen vernünftigen Menschen offenbart sich die perfekte Harmonie der Natur als klares Zeichen dafür, das sie von einem großartigen Schöpfer ins Leben gerufen wurde. Das sind die Zeichen Allahs, der der Schöpfer von allem im Himmel und auf der Erde ist.


DIE KLIMATECHNIK DES MEGAPODEN


Der Megapode - auch Thermometerhuhn - genannt, lebt auf den pazifischen Inseln. Es bereitet eine interessante Brutmaschine für seine Jungen vor.

Während der Sommerzeit legt der weibliche Megapode alle sechs Tage ein Ei. Dabei sind die Eier des Megapoden in Relation zu seiner Körpergröße sehr groß. Sie haben in etwa die Größe von Straußeneiern. Aus diesem Grund kann der weibliche Megapode jeweils nur ein Ei ausbrüten. Daher sind alle sechs Tage die neu zu bebrütenden Eier der Gefahr ausgesetzt, aufgrund des Wärmeverlustes zu sterben. Dennoch ist das kein Problem für den Megapoden, da der männliche Megapode mit der Fähigkeit erschaffen wurde, eine Brutmaschine unter Nutzung der am häufigsten in der Natur vorkommenden Materialen, nämlich Sand und Erde, herzustellen.

Zu diesem Zweck gräbt das Megapodenmännchen mit seinen gigantischen Krallen sechs Monate bevor die Brutzeit beginnt ein fünf Meter weites und einen Meter tiefes Loch. Dann füllt es das Loch mit feuchtem Gras und Blättern. Der Zweck dieses Unternehmens liegt in der Ausnutzung der Wärme, die bei der Zersetzung der Pflanzen durch Bakterien entsteht, um die Eier zu wärmen.

Dabei sind aber noch zusätzliche Vorkehrungen zu treffen, damit dieser Prozess stattfinden kann. Der Grund, warum Pflanzen faulen und Wärme abgeben, liegt darin, dass der Megapode in die Pflanzen ein trichterförmiges Loch schichtet. Dieses Loch ermöglicht es, dass Regenwasser in das Nest tropfen kann und hält somit die organischen Stoffe feucht. Aufgrund dieser Feuchtigkeit faulen die Pflanzen unter dem Sand und Wärme wird abgegeben. Kurz vor dem Frühling, also zu Beginn der Dürrezeit in Australien, fängt das Männchen an, die faulige Pflanzenlage zu belüften. Dies geschieht, um das Wärmegleichgewicht aufrecht zu erhalten. Der weibliche Vogel besucht das Loch gelegentlich um zu kontrollieren, ob das Männchen bei der Arbeit ist oder nicht. Schließlich legt das Weibchen Eier auf dem Sand oberhalb der faulenden Pflanzen ab.


EIN SENSIBLES THERMOMETER: DER MÄNNLICHE MEGAPODE



Während der männliche Megapode ein Loch für die Eiablage scharrt, mischt sich das Weibchen in diese Arbeit nicht ein, sie begnügt sich mit der Kontrolle der Arbeiten.
Der männliche Megapode scharrt mit seinen Füssen ein Loch.
Wenn die Zeit des Schlüpfens gekommen ist, werden sie aus der Erde geholt.

Um die Entwicklung der Jungen in der "Brutmaschine" zu garantieren, muss die Temperatur konstant auf +33°C gehalten werden. Um dies zu erreichen, misst der männliche Megapode regelmäßig die Temperatur des Sandes mit seinem Schnabel, der so empfindlich ist wie ein Thermometer. Falls erforderlich, öffnet er Belüftungslöcher um die Temperatur zu senken. Wenn die Temperatur zu hoch ist, weil beispielsweise eine Handvoll Erde auf dem Sand liegt, entfernt er sie augenblicklich mit seinen Füssen und verhindert somit die geringste Temperaturschwankung. Die Jungen kommen unter solch fürsorglichen Bedingungen auf die Welt. Die Neugeborenen sind so entwickelt, dass sie bereits wenige Stunden nach ihrem Schlüpfen fliegen können.
Wie haben es diese Kreaturen geschafft, eine solche Arbeit über Millionen von Jahren zu tun? Seit wir wissen, dass Tiere keinen bewussten, rationalen Intellekt besitzen wie die Menschen, gibt es nur eine einzige Erklärung dafür nämlich, dass diese Kreatur speziell auf diese Aufgabe "programmiert" ist und absichtlich dafür geschaffen wurde. Ansonsten ist es unmöglich zu erklären, wie sie sich bereits sechs Monate im Voraus auf diese Arbeit vorbereiten kann, oder wie sie die Natur dieser komplexen chemischen Prozesse kennen sollte. Warum sie sich auf solch eine schwierige Aufgabe zum Schutz der Eier einlässt, ist eine weitere Frage. Die einzige Antwort liegt in dem Trieb, sich fortzupflanzen und den Nachwuchs zu schützen.


DER KUCKUCK

Haben Sie gewusst, dass der Kuckuck seine Eier in die Nester anderer Vögel legt und durch diese List die anderen dazu bringt, sich um seinen Nachwuchs zu kümmern?



Der weibliche Kuckucksvogel legt seine Eier in die Nester anderer Vögel. Dafür beobachtet er lange eingehend das fremde Nest. Wenn der Eigentümer des fremden Nestes ausgeflogen ist, legt er das Ei unbeobachtet in das Nest. Dabei wirft es eines der sich bereits im Nest befindlichen Eier heraus, um das Entdecken seiner Tat zu verhindern.

Wenn die Brutzeit herannaht, scheint der weibliche Kuckuck mit der Zeit um die Wette zu laufen. Aufmerksam Ausschau haltend, verstecken sich diese Vögel unter Blättern und bespitzeln andere Vögel, die ihre Nester bauen. Wenn der Kuckuck einen vertrauten Vogel ein Nest bauen sieht, entscheidet er darüber, wann er sein eigenes Ei dort hineinlegt. Der Vogel, der sich um den Nachwuchs kümmern wird, ist nun bestimmt.

Wenn der Kuckucksvogel beobachtet, dass dieser seine Eier legt, tritt er in Aktion. Sobald der andere Vogel das Nest verlässt, fliegt der Kuckuck unverzüglich zu dem Nest und legt sein eigenes Ei dort ab. Nun tut er etwas sehr intelligentes, er wirft eines der eigentlich in das Nest gehörenden Eier hinaus. Somit verhindert er, dass Zweifel beim Eigentümer des Nestes auftreten.

Die Kuckucksmutter arbeitet eine bemerkenswerte Strategie perfekter Wahl des richtigen Zeitpunktes aus, um ihrem Sprössling den sicheren Start ins Leben zu garantieren. Sie legt während der Saison nicht nur eins sondern zwanzig Eier. Dementsprechend viele Pflegeeltern sind zu finden, auszuspionieren und ein guter Zeitpunkt für das Ablegen der Eier zu bestimmen. Zwischenzeitlich legt die Kuckucksmutter alle zwei Tage ein Ei, von denen jedes fünf Tage lang in den Eierstöcken heranreift, sodass der Vogel keine Zeit zu verlieren hat.



WELCHES IST DAS JUNGE?
Wenn das Kuckucksjunge aus dem Nest schlüpft, wirft es zuerst die anderen Eier aus dem Nest. So gewährleistet es, dass seine Pflegeeltern sich nur um ihn kümmern werden.
Die Pflegemutter fährt fort, das bereits nach 6 Wochen um ein Vielfaches so große Kuckucksjunge, mit großer Sorgfalt zu füttern und seine Aufgabe als Mutter zu erfüllen.

Wenn das Kuckucksjunge nach einer Brutzeit von zwölf Tagen dem Ei entschlüpft und nach vier Tagen zum ersten Mal die Augen öffnet, sieht es sich liebevollen - wenn auch nicht seinen eigenen - Eltern gegenüber. Das Erste, was es nach dem Schlüpfen unternimmt ist, in Abwesenheit der Eltern die anderen Eier aus dem Nest zu werfen. Die Pflegeeltern füttern mit Sorgfalt das Junge, das sie als das ihrige annehmen. Etwa in der sechsten Woche, kurz bevor das Junge das Nest verlässt, können wir einen interessanten Blick darauf werfen, auf einen Kuckuck, einen großen Vogel, der von zwei kleineren Vögeln gefüttert wird.

Man denke darüber nach, warum der Kuckuck seinen Nachwuchs in die Obhut von anderen Vögeln gibt. Wendet sich die Kuckucksmutter einer solchen Praxis zu, weil sie zu faul oder zu ungeschickt ist, ein Nest zu bauen? Oder tut sie das vielleicht deshalb, weil sie es eigentlich gewohnt war, Nester zu bauen und sich um ihren Nachwuchs zu kümmern, aber dann feststellte, dass dies eine sehr anstrengende Aufgabe ist und plötzlich diese Methode entdeckte? Kann ein Vogel einen solchen Plan selber machen?


DER KAMPF ZWISCHEN DER PEPSIS-WESPE UND DER TARANTEL


Während der Fortpflanzungsperiode beschäftigt sich die riesige Pepsis-Wespe nicht mit dem Bau eines Nestes oder mit dem Brüten. Denn der ihr durch die Schöpfung verliehene Fortpflanzungsmechanismus ist anders. Damit ihre Art überleben kann, muss sie sich an die totbringende Tarantel heranschleichen und sich in einen Kampf um Leben und Tod verwickeln. Die Pepsis-Wespe, die auch als Taranteltöter bekannt ist, hat die gefahrvolle Aufgabe, die riesige Spinne zu stechen, sie zu lähmen und das Opfer als Nahrung für ihre Jungen zu konservieren. Von einem Loch zum anderen eilt sie auf der Suche nach Taranteln, die sich unter der Erde verstecken. Durch ihre speziellen Fühler wittert die Wespe ihr Opfer. Die Tarantel ist ein seltenes Tier, daher kann die Suche stundenlang dauern. Während dieser Suche reinigt die Wespe öfters ihre Fühler, damit sie ihre Empfindlichkeit nicht verlieren.


Die Pepsis-Wespe sticht die Tarantel in den weichen Unterleib (unten im Bild). Ein Stich in diesen Körperteil lähmt die Spinne.

Unter dem Zwang, ihre Gattung zu erhalten und zu vermehren lässt die Pepsis-Wespe sich nicht aufhalten. Denn nur durch die Tarantel kann sie die Fortpflanzung ihrer Art sicherstellen.

Sobald die Beute entdeckt wird, beginnt der Kampf. Die Waffen sind: der lähmende Stich der Wespe und der tödliche Biss der Spinne. Die Wespe verfügt über ein spezielles Gegengift, womit sie sich gegen das Tarantelgift schützt. Daher ist die Spinne gegenüber der Wespe wehrlos.

Die Pepsis-Wespe richtet ihren Angriff auf eine verwundbare Stelle der Tarantel, die sie erstaunlicherweise gut kennt, auf den Unterleib. Sie trifft den weichen Unterleib. Das Gift fängt an zu wirken. Die gelähmte Spinne wird von der wesentlich kleineren Wespe mit großer Mühe an einen geeigneten Ort transportiert und in einem Loch vergraben. Nun legt die Wespe auf den Körper der Tarantel ein einziges, winziges Ei. Sehr bald wird aus dem Ei eine neue Wespe schlüpfen. Sie wird sich von der gelähmten Spinne ernähren und auf ihr Schutz finden.


Er sprach: “ (Er ist) der Herr des Ostens und des Westens und was zwischen beiden ist, wenn ihr nur begreifen wolltet! " (Sure asch-Schu’ara’: 28)

Während der Fortpflanzungsperiode wird die Pepsis-Wespe etwa 20 Eier legen und für jedes Ei eine Tarantel überwältigen müssen. Das Fortpflanzungs-system dieser Wespe ist scheinbar bei der Schöpfung an die Tarantel angepasst worden. Ansonsten wäre es unerklärbar, dass die Wespe gerade gegen das Gift der Tarantel ein Gegengift besitzt und dass ihr Gift wiederum die Tarantel lähmen kann.


DIE WANDERUNG VON ZUGVÖGELN

Im Quran ruft uns Allah mit Seinem Vers "Sehen sie denn nicht die Vögel über sich ihre Schwingen ausbreiten und wieder falten?" dazu auf, unsere Aufmerksamkeit den Vögeln zuzuwenden. Nur der Erbarmer stützt sie; Er ist fürwahr aller Dinge gewahr". (Sure al-Mulk: 19) In diesem Teil werden wir vor allem Zugvögel unter die Lupe nehmen.

Wir werden beschreiben, mit welchen Systemen ihre Körper ausgestattet sind und uns auf das Wunder Allahs konzentrieren, wie sie sich in der Luft halten.


WIE BESTIMMEN ZUGVÖGEL DIE ZEIT IHRER WANDERUNG?


Warum und wie Vögel sich auf Wanderschaft begeben und was sie zu der Entscheidung veranlasst, sind seit langem interessante Themen. Einige Naturwissenschaftler sehen einen Grund für die Wanderung der Vögel in den jahreszeitlich bedingten Veränderungen, während andere glauben, dass die Ursache dafür in der Suche nach Futter zu finden ist. Beachtenswert ist wie diese Tiere, die keinen Schutz genießen, weder über technische Hilfsmittel noch über Sicherheitsvorkehrungen verfügen, diese Langstreckenflüge durchführen können. Einige besondere Eigenschaften wie großräumige Orientierungsfähig-keit, Futterlagerung und die Fähigkeit, über längere Zeit zu fliegen sind für die Vogelwanderung notwendig.

Im Folgenden wird eines der Experimente, die durchgeführt wurden, um das Verhalten von Zugvögeln zu erklären beschrieben: In Gärten lebende Nachtigallen wurden Untersuchungen in einem Labor unterzogen, in dem die Temperatur- und Lichtbedingungen variiert werden konnten. Die Innenraum-bedingungen wurden unterschiedlich gegenüber den Außenbedingungen gestaltet. Es wurde während des Winters im Labor ein Frühlingsklima geschaffen und die Vögel reagierten entsprechend: Sie legten einen Fettvorrat an, so wie sie es tun, wenn die Zugzeit näher kommt. Obwohl sich die Vögel auf die künstlich herbeigeführte Jahreszeit einstellten und sich vorbereiteten, als ob sie bald wegziehen würden, zogen sie nicht fort, bevor es Zeit dazu war. Sie richteten sich nach der tatsächlichen Jahreszeit.

Wie bestimmen Vögel dann den Zeitpunkt ihres Abflugs? Naturwissen-schaftler haben dafür noch keine Antwort gefunden. Sie glauben, dass die Lebewesen "innere Uhren" besitzen, die ihnen helfen, in einer von der Umwelt abgeschlossenen Umgebung die Uhrzeit zu erkennen und jahreszeitlich be-dingte Veränderungen zu unterscheiden. Dennoch ist die Antwort, dass Vögel innere Uhren hätten, denen sie die Zeit ihres Wegfluges entnehmen, keine wissenschaftliche Erklärung. Was für eine Uhr sollte das sein, mit welchem Körperorgan arbeitet sie zusammen und wie ist sie entstanden? Was würde passieren, wenn diese Uhr defekt wäre oder nachgehen würde?

Zugvögel fliegen nicht vom gleichen Ort aus los, da sie sich nicht am selben Platz befinden. Die meisten Arten treffen sich zunächst an einem Sammelpunkt und ziehen dann weiter. Wie treffen sie die Wahl des richtigen Zeitpunktes? Wie können diese inneren Uhren, über die Vögel angeblich verfügen, so harmonisch funktionieren? Ist es möglich, dass solch eine systematische Ordnung spontan auftritt?

Es ist unmöglich, dass etwas, das systematische Planung erfordert, spontan stattfindet. Weder Vögel noch andere Tiere besitzen eine Art innere Uhr. Alle fortziehenden Lebewesen ziehen jedes Jahr zu von ihnen bestimmten Zeitpunkten, aber sie tun es nicht unter Beachtung einer inneren Uhr. Was manche Menschen als eine innere Uhr bezeichnen, ist Allahs Kontrolle über diese Lebewesen. Sie folgen Allahs Anordnungen so wie alles im Universum.


NUTZUNG VON ENERGIE


Vögel verbrauchen auf ihren Flügen viel Energie. Aus diesem Grund benötigen sie mehr Nahrung als alle im Meer und auf dem Land lebenden Tiere. Zum Beispiel muss ein wenige Gramm schwerer Kolibri um eine Entfernung von 3.000 km zwischen Hawaii und Alaska zu fliegen, seine Flügel 2,5 millionenmal schlagen. Er kann 36 Stunden in der Luft bleiben. Seine durchschnittliche Geschwindigkeit während dieses Fluges beträgt etwa 80 Stundenkilometer. Während eines solch anstrengenden Fluges steigt der Säuregehalt im Blut des Vogels übermäßig an und der Vogel ist aufgrund seiner steigenden Körpertemperatur von Ohnmacht bedroht. Einige Vögel wenden diese Gefahr durch Zwischenlandungen ab. Wie können aber jene, die Ozeane überqueren, sich davor schützen? Vogelkundler haben beobachtet, dass unter diesen Umständen Vögel ihre Flügel so weit wie möglich ausbreiten und ihre Körpertemperatur durch das Verbleiben in dieser Pose herunterkühlen.



Der Kolibri ist nur 5 cm groß

Der Stoffwechsel von Zugvögeln kann diese Aufgabe bewältigen. Zum Beispiel ist die Stoffwechselaktivität eines Kolibris, des kleinsten Zugvogels, 20 mal höher als die eines Elefanten.


FLUGTECHNIKEN


Neben der Fähigkeit solche anstrengenden Flüge zu überstehen, wurden Vögel auch mit Fähigkeiten bedacht, die ihnen ermöglichen, günstige Winde zu nutzen.

Zum Beispiel steigen Störche bis in eine Höhe von 2.000 m mit warmen Luftströmungen auf und gleiten dann schnell zum nächsten warmen Luftstrom, ohne dabei ihre Flügel zu bewegen.



Flug in V-Formation

Eine andere Flugtechnik, die von Vogelschwärmen genutzt wird, ist die V-Formation. Bei dieser Technik fliegen starke Vögel an der Spitze vor den Schwächeren und bilden einen "Windschatten" als Schutzschild vor Gegenströmungen. Der Luftfahrtingenieur Dietrich Hummel bewies, dass durch diese Flugordnung im Allgemeinen ein Energiegewinn von 23 % erzielt wird.


FLUG IN GROSSER HÖHE

Einige Zugvögel fliegen in sehr großer Höhe. Zum Beispiel können Gänse in einer Höhe von 8.000 Metern fliegen. Das ist eine unglaubliche Höhe, betrachtet man die Tatsache, dass in 5.000 Metern Höhe die Atmosphäre 63 % weniger dicht ist als über dem Meeresspiegel. Um in einer solchen Höhe, in der die Atmosphäre derart dünn ist, zu fliegen, muss der Vogel seinen Flügelschlag-Frequenz erhöhen und benötigt daher mehr Sauerstoff.



Nachdem der Vogel in warmen Aufwinden ganz nach oben aufgestiegen ist, segelt er langsam nach unten. Dadurch kann der Vogel in großem Maße Energie einsparen.

Dennoch sind die Lungen dieser Tiere so geschaffen, dass sie den in diesen Höhen maximal verfügbaren Sauerstoffgehalt aufnehmen können. Ihre Lungen unterscheiden sich somit von denen der Säugetiere.

EIN PERFEKTER GEHÖRSINN

Während der Wanderung berücksichtigen Vögel auch atmosphärische Phänomene. Zum Beispiel ändern sie die Flugrichtung, um herannahenden Stürmen auszuweichen. Melvin L. Kreithen, ein Vogelkundler, der Forschungen über den Gehörsinn von Vögeln betrieben hat, beobachtete, dass einige Vögel sehr extrem niedrige Frequenzen, welche sich über große Entfernungen in der Atmosphäre ausbreiten, wahrnehmen können. Ein Zugvogel kann daher einen ausbrechenden Sturm hinter einer weit entfernten Bergkette oder Donnergrollen über einem hunderte von Kilometern vor ihm liegenden Ozean hören. Außerdem achten Zugvögel darauf, dass ihre Flugrouten außerhalb von Regionen mit riskanten atmosphärischen Bedingungen verlaufen.




Die obige Illustration zeigt die 12 Einflüsse, die sich die Vögel auf ihren Wanderungen zu Nutze machen:
1- Sonne;
2- Zeitgefühl;
3- Stand der Sterne;
4- UV Strahlen;
5- Polarisiertes Licht;
6- Töne niedriger Frequenz;
7- Geräusche aus großen Entfernungen, wie z.B. Donner;
8- Magnetfeld der Erde;
9- Erdanziehungskraft;
10- Meteorologische Berechnungen;
11- Nutzbare Winde;
12- Formation der Erdoberfläche

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TAUSEND KILOMETER LANGE WANDERUNGSWEGE


Wie finden Vögel ihre Flugrichtung ohne Hilfe von Landkarte, Kompass oder ähnlichen Richtungsweisern während ihrer tausende von Kilometern langen Flüge?

Die erste Theorie, die bezüglich dieser Frage aufgestellt wurde, war, dass sich Vögel die Bodenbeschaffenheiten unter ihnen einprägen und somit ihr Ziel ohne Verwechslung erreichen. Dennoch haben Untersuchungen gezeigt, dass diese Theorie falsch ist.

In einer Untersuchung mit Tauben wurden trübe Linsen verwendet, um die Sicht der Tauben zu verzerren. Folglich wurden sie daran gehindert, sich an Landmarken auf dem Boden zu orientieren, trotzdem konnten die Tauben ihren Weg finden, selbst als man sie einige Kilometer entfernt von ihrem Schwarm los ließ.
Nachfolgende Forschungen haben gezeigt, dass das magnetische Feld der Erde auf die Vögel wirkt.

Verschiedene Studien bewiesen, dass Vögel ein Wahrneh-mungssystem besitzen, das ihnen ermöglicht, ihren Weg durch die Auswertung des Magnetfeldes der Erde zu finden. Dieses System hilft Vögeln durch Wahrnehmung von Änderungen im Magnetfeld, ihre Richtung während des Fluges zu bestimmen. Untersuchungen brachten zu Tage, dass Zugvögel sogar eine Abweichung von 2 % im Magnetfeld wahrnehmen können.

Manche versuchen die Navigationsfähigkeiten der Vögel mit einer Art Kompass zu erklären, den diese besitzen würden.


Siehst du denn nicht, dass Allah lobpreist, wer in den Himmeln und auf Erden ist, so auch die Vögel, ihre Schwingen breitend. Jedes (Geschöpf) kennt sein Gebet und seine Lobpreisung. Und Allah weiss, was sie tun.
(Sure an-Nur: 41)

Doch die Frage ist: wie kommen die Vögel dazu, mit einem "natürlichen Kompass" ausgestattet zu sein? Wir sind uns dessen bewusst, dass der Kompass eine Erfindung, ein Werk menschlicher Intelligenz ist. Wie kommt also ein Kompass - ein Apparat, der vom Menschen unter Nutzung seines zusammengetragenen Wissens - hergestellt wurde - dazu, in Vogelkörpern zu existieren? Ist es wahrscheinlich, dass vor einigen Jahren, eine Vogelart während der Suche nach der Flugrichtung darüber nachdachte, die magnetischen Felder der Erde zu nutzen und einen magnetischen Rezeptor für ihre eigenen Körper zu entwickeln? Oder ist als Alternative hierzu eine Vogelart vor einigen Jahren durch "Zufall" mit solch einem Mechanismus ausgerüstet worden? Bestimmt nicht...

Weder der Vogel selbst, noch ein Zufall kann einem Körper einen hoch entwickelten Kompass hinzufügen. Der Körper des Vogels, seine Lungen, seine Flügel, sein Verdauungssystem und seine Fähigkeit zur Orientierung sind Beispiele für die perfekte Schöpfung Allahs:

Er ist Allah, der Schöpfer, der Urheber, der Formgebende. Sein sind die schönsten Namen. Ihn preist, was in den Himmeln und auf Erden ist; Er ist der Mächtige, der Weise. (Sure al-Haschr: 24)


DIE ERSTAUNLICHE REISE VON KÖNIGSSCHMETTERLINGEN


Die Wanderungsgeschichte von Königsschmetterlingen, die in Südost-Kanada leben, ist noch komplexer als die der Vögel.
Königsschmetterlinge leben normalerweise nur 5 bis 6 Wochen nachdem sie sich aus der Raupe zum Schmetterling entwickelt haben. Vier Generationen von Königsschmetterlingen leben innerhalb eines Jahres. Drei von diesen vier Generationen leben in der Frühlings- und Sommerzeit.

Mit dem darauf folgenden Herbst ändert sich die Situation. Die Wanderung beginnt im Herbst und die Generation, die fortzieht, lebt wesentlich länger als die anderen. Die Königsschmetterlinge, die fortziehen, sind die vierte Generation des Jahres.
Interessant genug, dass die Wanderung genau in der Nacht zum Herbst zur Tagundnachtgleiche beginnt. Die Schmetterlinge, die in den Süden aufbrechen, leben sechs Monate länger als die vorangegangenen drei Generationen. Sie benötigen genau diese Zeit um ihre Reise abzuschließen und zurückzukommen.

Die Schmetterlinge fliegen während ihres Zuges solange zusammen, bis sie den tropischen Wendekreis passiert und das kalte Wetter hinter sich gelassen haben. Nachdem die Hälfte des amerikanischen Kontinents von ihnen überflogen wurde, lassen sich Millionen von Schmetterlingen in Mittelmexiko nieder. Hier sind die vulkanischen Bergrücken mit einer reichhaltigen Flora bedeckt. In einer Höhe von 3.000 Metern angekommen, finden die Schmetterlinge einen Lebensraum vor, der warm genug für sie ist. Über einen Zeitraum von vier Monaten, von Dezember bis März fressen sie nichts. Da das Fett, das sie in ihren Körpern gespeichert haben, sie ernährt, brauchen sie nur Wasser zu trinken.

Blumen, die im Frühjahr blühen, sind für die Königsschmetterlinge sehr wichtig. Nach einer viermonatigen Fastenzeit gönnen sie sich zum ersten Mal wieder ein Festmahl aus Nektar. Nun sind sie mit genügend Energie für die Rückreise nach Nordamerika ausgestattet. Diese Generation, die ein zweimonatiges Leben auf eine Zeitspanne von acht Monaten verlängert, unterscheidet sich in keinerlei Hinsicht von den drei früheren Generationen. Sie paaren sich Ende März bevor sie ihre Reise fortsetzen. Zur Tagundnachtgleiche tritt die Kolonie den Rückflug in den Norden an. Bald nachdem sie ihre Reise abgeschlossen haben und in Kanada angekommen sind, sterben sie. Bevor sie sterben, pflanzen sie sich fort erhalten damit ihre Art.

Die neugeborene Generation ist die erste Generation des Jahres und lebt ungefähr 1,5 Monate lang. Dann folgen die zweite und dritte Generation. Wenn die vierte Generation an der Reihe ist, beginnt die Wanderschaft von Neuem. Diese Generation wird sechs Monate länger leben als die anderen und die Kette setzt sich in derselben Weise fort.





Wenn Tausende von Königsschmetterlingen einen Baum besetzen, ist dieser fast nicht mehr zu erkennen.

Dieses interessante System wirft viele Fragen auf: Wie kommt es, dass die vierte Generation sechs Monate länger lebt? Wie kommt es, dass diese Generation immer mit dem Winter zusammen fällt und dies bereits seit Millionen Jahren? Warum treten die Schmetterlinge immer zur Tagundnacht-gleiche ihre Wanderung an und wie können sie sich so fein darauf einstellen. Benutzen sie dafür einen Kalender?

Kein Zweifel, durch die "Evolution" oder Varianten dieser Theorie erhalten wir keine Antworten. Die Schmetterlinge müssen diese interessanten Eigenschaften von dem Zeitpunkt, an dem sie ins Leben gerufen worden sind, in sich tragen. Wenn die erste Generation von Königsschmetterlingen auf der Erde nicht die Eigenschaft, länger zu leben gehabt hätte, würden alle Schmetterlinge während des Winters sterben und damit würde diese Art aussterben.

"Zufälle" vermögen zweifellos nicht für Generationen von Tieren Vorbereitungen hinsichtlich der Wanderschaft zu treffen. Auf der anderen Seite ist es auch unwahrscheinlich, dass Schmetterlinge sich dazu entschlossen haben, ihre vierte Generation länger leben zu lassen und deren Stoffwechsel, DNS und Gene entsprechend anzupassen.